Grundschule, mittlere Schule, Abitur oder und Ausbildung. Spätestens jetzt endet die Zeit der gut gehütet seins. Für den Einen Glück, für den Anderen – verlockend und ungewohnt – der erste eigene Haushalt. 

In Kürze ist es so weit: In Wiesbaden startet das nächste Hochschul-Semester für die Studierenden. Auch für viele Auszubildende beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sie treten ins Berufsleben ein und werden erwachsen. Manche bleiben erst einmal zu Hause im Jugendzimmer wohnen, andere wechseln die Stadt und brauchen eine eigene Bleibe und gründen ihren ersten eigenen Haushalt. Andere können es kaum erwarten, die erste Wohnung zu beziehen oder das lockere Leben im Studentenwohnheim anzutreten. So oder so – wer nicht mehr bei den Eltern wohnt, braucht viele Dinge, über die er sich vorher keine Sorgen machen musste. Der genaue Umfang der Erstausstattung hängt natürlich immer von den persönlichen Umständen ab. Wir haben eine Liste erstellt, von der nach Belieben gestrichen oder ergänzt werden kann.

Der erste eigene Haushalt

WG Zimmer oder eigene Wohnung? Nicht jeder ist für das Leben in einer WG geeignet. Schließlich müssen sich WG-Bewohner zurücknehmen können und mit den verschiedensten Angewohnheiten von Menschen zurechtkommen. Das fällt nicht immer leicht. Streitereien um den Putzplan oder aus dem Kühlschrank verschwundene Lebensmittel wird es immer wieder geben. Wahrscheinlich kommen junge Menschen, die Geschwister haben, am besten in einer Wohngemeinschaft zurecht! Der Vorteil einer WG: Sie ist deutlich günstiger als eine eigene Wohnung und viele Haushaltsgeräte können gemeinsam benutzt werden. Dafür kann es nerven, wenn die Mitbewohner feiern, während man selbst lernen will.

Eine eigene Wohnung

… ist hingegen sehr teuer, denn neben der Kaltmiete kommen noch Nebenkosten hinzu. Mietnebenkosten wie Versicherungen, Hausmeister und Wartungen, die der Vermieter auf den Mieter umwälzt, Wasser und Abwasser sowie Strom und Wärme machen gemeinsam die sogenannte „zweite Miete“ aus, die eine erhebliche Höhe haben kann. Für viele junge Leute gerade im Studium ist die eigenen Wohnung zunächst unerschwinglich; wer hingegen eine bezahlte Ausbildung macht, für den ist die Finanzierung leichter zu stemmen.

Versicherungsschutz

Bestimmte Versicherungen sind unerlässlich. Bisher haben sich die Eltern um das Thema gekümmert, jetzt muss man selbst ran. Die Haftpflichtversicherung springt ein, wenn man versehentlich einen Schaden bei einer anderen Person oder an einer Sache verursacht hat. Sie kostet wenige Euro pro Monat, hat man allerdings keine, kann es sehr teuer werden. Eine Hausratversicherung lohnt sich nur, wenn auch nennenswerter Hausrat vorhanden ist, der versichert werden kann. Die Krankenversicherung eines Studenten läuft in der Regel noch über die Eltern, Auszubildende werden vom Arbeitgeber versichert.

GEZ-Gebühren

Die Rundfunkgebühren  müssen von jedem Haushalt gezahlt werden, egal, ob man einen Fernseher hat oder nicht. Wer wenig Einkommen hat, etwa als Student, kann sich von den Gebühren befreien lassen, doch dafür muss ein Antrag gestellt werden. Wer sich nicht anmeldet und den Antrag nicht stellt, muss die Gebühren auch dann nachzahlen, wenn er eigentlich hätte befreit werden können. Da kennt die Rundfunkanstalt kein Pardon!

Haushalts-Hilfen

Jede Menge Haushaltsgerätewerden gebraucht. Manche bekommt man gebraucht, andere kann man sich wünschen. Vieles hängt auch davon ab, wie einfach und luxuriös man sich man sich als Student einlebt. Aus unserer sich braucht man auf jeden Fall:

  1. Kühlschrank. Ein kleiner tut es auch. Manch ein WG Bewohner hat lieber einen eigenen, kleinen Kühlschrank im Zimmer.
  2. Herd mit Backofen. Es gibt auch sehr kleine Zweiplattenherde bzw. Kochstellen und richtige Kompaktküchen. Kompakte Backöfen haben den Vorteil, stromsparend zu sein.
  3. Mikrowelle. Kein Muss, aber nützlich.
  4. Kaffeemaschine. Kapselkaffee ist umweltschädlich. Manche brühen ihren Kaffee einfach mit der Hand auf. Dann ist ein Wasserkocher eine nützliche Hilfe.
  5. Bügeleisenoder Bügelstation. Natürlich möchte man geschniegelt auf der Arbeit erscheinen, gerade dann, wenn man im Büro oder in einer Bank arbeitet. Wenn Mama bisher gebügelt hat, muss man sich natürlich umstellen. Es soll jedoch auch Mütter geben, die weiterhin die Wäsche für ihr Kind machen. Falls nicht braucht man eventuell auch eine:
  6. Waschmaschine. Hat man keinen Platz für das Gerät oder möchte sich die Anschaffung, Wartung und Reparaturen sparen, dann wird man einfach Stammkunde in einem der vielen Waschsalons in Wiesbaden.

Was sollte man noch beachten?

Ein Haushaltsplan ist ein nützliches Tool für die monatliche Haushaltsführung und hilft, die eingehenden Gelder und ausgehenden Kosten miteinander in Einklang zu bringen. Wenn noch etwas bezahlt werden muss, dann können eben keine großen Sprünge gemacht werden. Ein Haushaltsbuch kann man einfach in Excel führen, handschriftlich aufzeichnen oder eine Vorlage aus dem Netz verwenden. Wichtig ist nur, dass man konsequent alle Ausgaben aufschreibt, damit man wirklich den Überblick behält. Wer Probleme damit hat, sein Geld beieinander zu halten, sollte auf Kartenzahlungen verzichten und lieber Bargeld verwenden. So kann das monatliche Budget für den Haushalt durch vier geteilt und in Briefumschlägen verwahrt werden. Jede Woche wird nur der Inhalt eines Umschlags ausgegeben. So bleibt alles unter Kontrolle.

Planen, planen, planen

Einen Essens- und Einkaufsplan aufzustellen ist ebenfalls nützlich für die Budgetkontrolle im Haushalt. Man kann sich etwa am Sonntag überlegen, was man in der nächsten Woche kochen will und dann einen entsprechenden Plan aufschreiben. Am nächsten Tag werden die Einkäufe erledigt und es wird gekocht. So verhindert man, zu häufig zu ungesundem und teurem Fast Food zu greifen. Die Ausnahme: Studenten essen günstig in der Mensa, manche Auszubildende können in der Mensa des Betriebes essen. In diesen Fällen ist das auswärts Essen eine gute Alternative. Und ab und an taucht man ihnen zum Essen wieder zu Hause auf. Mama freut sich!

 

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