Radfahrer im Fokus. Eine Forschungsgruppe der TU Chemnitz untersucht vom 28. September bis 3. Oktober die Rad-Verkehrssicherheit  in Wiesbaden. Im Mittelpunkt stehen dabei urbane Knotenpunkte.

Deutschland gehört zu den Staaten, die eine nationale Strategie zur Radverkehrsförderung entwickelt haben. Der Bund hat hier mit Vorlage des Nationalen Radverkehrsplans 2002-2012 (NRVP) eine wichtige Rolle als Moderator, Koordinator und Impulsgeber der Radverkehrsförderung übernommen. Seit dem wird dieser weiterentwickelt, werden Radfahrer befragt, sodass sich der Nationale Radverkehrsplan 2020 an die bisherigen Ergebnisse nahtlos anschließt, und Wiesbaden ist Teil des Ganzen.

Fahrradinfrastruktur unter der Lupe

Vom 28. September bis Samstag, 3. Oktober wird die Forschergruppe Allgemeine und Arbeitspsychologie der TU Chemnitz im Rahmen des Forschungsprojekts „DRadEsel“ an Verkehrspunkten in Wiesbaden jeweils von 7:00 bis 18:00 Uhr Befragungen durchführen. Das zentrale Thema der etwa zehnminütigen Kurzinterviews ist die wahrgenommene Verkehrssicherheit der Befragten. Die sogenannte DRadEsel-Befragung zur Verkehrssicherheit beim Radfahren wird durch Aufsteller gut sichtbar gekennzeichnet. Die Interviewerinnen und Interviewer sind mit Mund-Nase-Masken ausgestattet und werden selbstverständlich den Mindestabstand einhalten.Die Angaben aller Befragten werden vertraulich und anonymisiert behandelt.

Handlungsfelder erkennen

Ziel ist es, den Radverkehr attraktiver und sicherer zu machen sowie den sogenannte Umweltverbund aus ÖPNV, Fuß- und Radverkehr insgesamt zu stärken. Anhand von neun Handlungsfeldern wie Radverkehrsplanung und -konzeption, Infrastruktur, Verkehrssicherheit, Kommunikation, Fahrradtourismus, Elektromobilität, Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln, Mobilitäts- und Verkehrserziehung, Qualitäten schaffen und sichern zeigt der NRVP auf, welche wesentlichen Handlungserfordernisse in Wiesbaden zur Weiterentwicklung des Radverkehrs jeweils bestehen. Damit trägt die Studie dazu bei, den Radverkehr in Wiesbaden sicherer zu gestalten.

Hintergrund

Der NRVP ist auf Grundlage eines breiten und transparenten Beteiligungsprozesses entstanden. Von Anfang an war eine große Bandbreite von Akteuren aus Ländern, Kommunen und Verbänden sowie der Wissenschaft einbezogen. Entscheidend waren für die Weiterentwicklung des NRVP die Empfehlungen eines einberufenen Expertengremiums, die  im September 2011 vorgelegt wurden. Darüber hinaus wurden Anregungen auch im Rahmen des 2. Nationalen Radverkehrskongresses (Nürnberg, Mai 2011), zweier Entscheider- und Verbändeforen (April und September 2011) und der Fahrradkommunalkonferenz (November 2011) aufgenommen. Auch der Bund-Länder-Arbeitskreis Fahrradverkehr hat sich intensiv mit den künftigen Anforderungen an die Radverkehrsförderung beschäftigt. (Quelle: Nationaler Verkehrsplan)

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Die offizielle Internetseite des Bundesministeriums Verkehr finden Sie unter nationaler-radverkehrsplan.de.

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