In der Schule wird Schülern in erster Linie Wissen vermittelt. In der sozialen Schulsozialarbeit geht es darum Konflikte zu lösen, Streit gewaltfrei zu beenden und respektvoll miteinander umzugehen.

Die Schließung der Schulen und die Kontaktsperren sind für die Schulsozialarbeit eine große Herausforderung. Die Mitarbeiter in Sozialarbeit seien jedoch trotz weitgehend geschlossener Schulen für ihre Schüler aktiv. Gerade beim Übergang von der Schule zum Ausbildungsbetrieb sei dies wichtig. Die Vorbereitungen für den Übergang Schule-Beruf haben – wenn auch nicht in den Schulen – stattgefunden, betont Sozialdezernent Christoph Manjura.

„In vielen Einrichtungen finden Telefonate und Telefonkonferenzen in Kooperation mit Klassenleitungen statt, in denen es darum geht, die Jugendlichen zu motivieren, aufzubauen und zu ermutigen, diese Zeit zu Hause zu meistern.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

In mehreren Einrichtungen wurden die begonnenen Projekte, wie etwas das Bewerbungstraining für die Ausbildung, weitergeführt. Die Arbeit fand und findet über alternative Kommunikationsmittel wie Telefon und E-Mail statt. So gelingt es, Bewerbungen für Ausbildungsbetriebe oder für die Wiesbadener Jugendwerkstatt fertigzustellen und die Kooperationen zu den Akteuren im Übergang Schule-Beruf fortzuführen.

„Ich ziehe meinen Hut vor den Schulen, die ja, zum Beispiel mittels Homeschooling weiter in der Verantwortung stehen, zu lehren.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Für die durch das Ausbildungsbudget des Landes Hessen geförderten Projekte Fit in den Beruf (FiB) und Fit in den Beruf für Jugendliche mit erhöhtem Sprachförderbedarf (FiB-JumeS) liegen durch gelungene alternative Kommunikationswege bereits viele Anmeldungen für das Schuljahr 2020/2021 vor. Die Projekte bieten schulmüden Schülern eine praxisnahe Alternative zum zehnten Pflichtschuljahr. Dabei bekommen die Teilnehmenden nicht nur die Chance sich beruflich zu orientieren, sondern ebenso die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu erwerben. Das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. führt im Auftrag der Schulsozialarbeit des Amtes für Soziale Arbeit die Maßnahmen durch.

„Bei den beruflichen Schulen ist es aber nicht möglich, bei Einhaltung der Hygienegebote und unter Beachtung der jeweiligen Personalsituation, alle geplanten Prüfungen durchzuführen. Das stellt uns vor besondere Herausforderungen.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Das Amt für soziale Arbeit hat die Abschlussprüfungen in den Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung, der zweijährigen Berufsfachschule und der Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung, in diesem Schuljahr ausgesetzt. Diese Schüler kehren nicht mehr an die Schulen zurück. Das führe dazu, dass die Stadt mit Unterstützung der Schulsozialarbeit Übergänge für Schüler, beispielsweise in Ausbildung, außerhalb der Schule herstellen müsse, so Manjura.

„Daher wollen wir unsere Zielgruppe noch mehr kontaktieren und positiv begleiten.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Die Schulsozialarbeiter werden jetzt noch intensiver Kontakt zu denen aufnehmen, die trotz Schulöffnung für spezielle Klassen nicht an den Schulen sind. Wir wollen unsere Zielgruppe kontaktieren und positiv begleiten“, beschreibt der Dezernent die Agenda für die nächsten Wochen. Eine Rolle spielen dabei auch das Kindeswohl und die materielle Versorgung, auch im Hinblick auf die Ausstattung für das Homeschooling. Dabei arbeite man natürlich in enger Abstimmung mit den Lehrerinnen und Lehrern.

„Wir bemühen uns aktuell nich die Durchführung der Sommerfreizeiten zu gewähren. Wir sind dabei Sicherheitskonzepte zu entwickeln, die die Freizeiten möglich machen.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Zum Alltag der Schulsozialarbeit gehört aber noch mehr: Freizeiten, Wochenendfahrten und mehrtägige Sozialkompetenztrainings sind grundsätzlicher Bestandteil des Schulsozialarbeitskonzepts. Vieles müssen wir absagen. An der Sommerfreizeiten hakten wir im Moment aber nich fest – Sofern uns die dann geltende Corona-Verordnung keinen Strich durch die Rechnung macht, werden wird die innerdeutschen Ziele unserer Sommerfreizeiten ansteuern. Das hätten sich die Kinder und Jugendlichen, aber auch deren Eltern, nach den Wochen und Monaten der Entbehrungen, allemal verdient, so der Dezernent abschließend.

Alles, was den Kindern und Jugendlichen gerade gut tut, muss ausprobiert werden und unseren Erfahrungsschatz erweitern.“ Christoph Manjura, Sozialdezernent

Jetzt wird die Schulsozialarbeit erst einmal zu einer großen Schneiderei. In Eigenproduktion werden dort in den nächsten Tagen zahlreiche Gesichtsmasken hergestellt und Manjura zeigt sich begeistert, was dort im pädagogischen Prozess in den nächsten Wochen von der Schulsozialarbeit unter der Vorgabe von Corona entwickelt wird.

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Die offizielle Internetseite der Schulsozialarbeit finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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