Bis zu einer Entfernung von 5 Kilometer gelten Räder als schnellstes Verkehrsmittel. Liegt der Parkplatz weiter weg, sogar bis zu bis 10 Kilometer. Für Unfälle ist die Entfernung egal.

Immer mehr Jüngere entdecken das Fahrrad mit Elektromotor für sich. Das wird in der Statistik für Unfälle deutlich. War mit 54,5 Prozent im Jahr 2014 noch mehr als die Hälfte  der verunglückten Nutzer eines Pedelecs – umgangssprachlich häufig auch als E-Bike bezeichnet – mindestens 65 Jahre alt, ist das Alter der Verunglückten zum vergangenen Jahr deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Anteil der 65-Jährigen 2021 nur nich bei 33,5 Prozent, also einem Drittel. Vor allem der Anteil der jüngeren die mit einem Pedelec verunglückt sind, ist signifikant gestiegen, so das Bundesamt weiter.

Gefährliche Straßen

2014 war mit 10,7 Prozent jeder neunte Mensch, der mit einem Pedelec verunglückte, unter 45 Jahre. Im vergangenen Jahr war es gut jeder vierte, womit sich der Anteil mehr als verdoppelte. Betrachtet man im Vergleich dazu die Zahl der Personen, die mit normalen Fahrrädern ohne elektronische Unterstützung verunglücken, fällt auf, dass hier vor allem jüngere betroffen sind. Bei Verunglückten auf nichtmotorisierten Fahrrädern war jeder sechste Verunglückte 65 und älter. Mit 55,5 Prozent war mehr als die Hälfte jünger als 45 Jahre.

E-Scooter-Unfälle in Städten

Die Unfallzahlen zeigen zudem, dass E-Scooter-Unfälle vor allem in Großstädten passieren und häufig unter Alkoholeinfluss geschehen. 2021 kam es zu 5335 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. Dabei verletzten sich 4882 Menschen, die auf dem E-Scooter unterwegs waren, und fünf starben.

Foto oben ©2022 Volker Watschounek

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Die Internetseite des Statistischen Bundesamtes finden Sie unter www.destatis.de.

 

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