An manchen Grundschulen gibt es neue Schilder. Elternhaltestellen für das Elterntaxi mit sogenannten speziellen Hol-und Bringzonen sollen helfen, das morgendliche Chaos vor den Grundschulen besser zu steuern.

Vermeintlich schnell und sicher sorgt das Elterntaxi allmorgendlich vor Schulen für Verkehrschaos und erhöht die Unfallgefahr. Riskante Wendemanöver, unachtsames einfahren in den fließenden Verkehr, plötzliches Bremsen sowie das Parken auf Fahrrad- und Fußwegen gefährden vor allem zu Fuß gehende, roller- oder radfahrende Kinder. Hinzu kommt, dass für den zur Schule kutschierten Nachwuchs die zu erlernende Verkehrskompetenz und gesunde Bewegung auf der Strecke bleiben.

„Übung macht den Meister. Das gilt auch in der Verkehrserziehung. Je früher das Verständnis geschärft wird, desto sicherer bewegen sich unsere Kinder im Verkehr“ – ACE

Ist der Fußweg kurz genug, sollte er aus Sicht des ACE auf jeden Fall selbständig aktiv zurückgelegt werden. Hier setzt die 15. bundesweite ACE-Aktion zur Verkehrssicherheit Goodbye Elterntaxi an. Am Montag, 26. August 2019, zwischen 15:30 Uhr und 16:15 Uhr werden Ehrenamtliche des ACE-Kreises in Wiesbaden an der Blücherschule nicht den morgendlichen Bringservice, sondern den mindestens genauso schlimmen Abholverkehr vor den Schulen ins Visier nehmen und die Einhaltung der Straßenverkehrsregeln dokumentieren.

„Nur gemeinsam können wir für unsere Kinder mehr Sicherheit im Straßenverkehr erreichen!“ – ACE

Wird auf dem Fuß-, Radweg oder dem Zebrastreifen geparkt? Halten Eltern in der zweiten Reihe oder im Halteverbot, um ihre Kinder schnell aussteigen zu lassen? Oder wird Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer genommen, auf den nächsten freien Parkplatz gewartet oder sogar an einer Elternhaltestelle einige Meter entfernt von der Schule geparkt? Während des Aktionstages erheben die ehrenamtlichen Aktiven, wie die Verkehrssituation vor den Schulen im konkreten Fall aussieht und appellieren an alle Familien mit Kindern im Grundschulalter, das Elterntaxi möglichst stehen zu lassen.

„Vor gut 40 Jahren machten sich noch rund 90 Prozent der Grundschüler selbstständig auf den Schulweg. Nur 43 Prozent sind einer aktuellen Umfrage noch zu Fuß unterwegs.“ – Forst

Mit dem Ratgeber „Besser ankommen. Laufend lernen.“ sensibilisieren die ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen des ACE-Kreises zudem Eltern, Lehrer und kommunalpolitische Vertreter vor Ort für die Unfallgefahr durch Elterntaxis und die Vorteile der aktiven Alternativen: zu Fuß gehen, Rad oder Roller fahren. Denn egal wie weit der Weg zur Schule ist, die letzten 500 Meter können in jedem Fall eigenständig zurückgelegt werden.

Bildungsfach Schulweg: Das lernt man nicht auf dem Rücksitz

Richtig verhalten, richtig die Fahrbahn überqueren: So sollten Sie sich vorbildlich verhalten, das sollten Kinder beachten: (1) Regeln: Umschau links-rechts-links, Verhalten an Ampel & Zebrastreifen. (2) Einschätzung: Entfernun- gen, Geschwindigkeiten, Reaktionen, Gefahren. (3) Verhalten: Erkennen von Grenzen & geg3en- seitiges Warnen. (4) Entwicklung: Raum-Zeit- Gefühl, Selbst-Sicherheit & Selbstständigkeit. (5) Gesundheit: Aktive Bewe- gung im Freien & Stärkung des Immunsystems. (6) Erlebnis: Zeit, Austausch & Spaß.

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Die Internetseite und die Aktion im Detail finden Sie unter www.ace.de

 

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