Die Voltigier sportliche Konkurrenz des Pfingstturniers Wiesbaden war in diesem Jahr groß – auch wenn in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz wichtige Events stattfanden.

Vier Disziplinen mit je zwei Umläufen, einmal unter Flutlicht, einmal im Sonnenschein, Tausende von Zuschauern, euphorische Begeisterung wie in einem Fußball-Station und die Voltigier Verantwortliche des WRFC, Claudia Liebold, gestand: Das war unglaublicher Sport und eine Atmosphäre – pure Gänsehaut.

Spitzenleistung

Jolina Ossenberg-Engels war das fünfte Mal im Schlosspark am Start, aber das erste Mal als Einzelvoltigiererin. Die 22-jährige Psychologie-Studentin turnte ihre Kür in Anlehnung an die Actionlady Tomb Raider, gewann Runde eins mit der Wertnote 8,529, wurde in der zweiten Runde Dritte mit 8,045, was ihr für den Gesamtsieg mit 8,288 reichte. An der Longe stand die stolze Mutter und Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels.

„Die Stimmung, die Atmosphäre und die Leistung von Jolina – das alles hat uns umgehauen.“ – Claudia Döller-Ossenberg-Engels

Bei den Herren dominierte Eddie the Eagle, alias Jannis Drewell. Der 27-jährige Sportsoldat musste sich in der ersten Runde noch mit Platz zwei zufrieden geben. In der zweiten Runde trumpfte der Europameister von 2015 mit der Wertnote 8,769 auf und siegte mit einer Gesamtwertung von 8,603.

Die Pas de Deux-Voltigierer Diana Harwardt und Peter Künne waren noch nie beim PfingstTurnier am Start. Im vergangenen Jahr ist das Paar noch Vize-Europameister der Junioren geworden, 2019 sind sie das erste Mal bei den Senioren dabei. Wir sind so froh, dass wir hier in Wiesbaden starten dürfen, sprach Künne für beide. Wir waren noch nie auf einem Outdoor-Voltigierturnier, das sind ganz andere Bedingungen und eine unglaubliche Atmosphäre. Das spornt uns noch mehr an. Angespornt zum Sieg – Im Robin Hood-Trikot zu klassischer Musik gewann das Paar beide Umläufe souverän.

„Ich freue mich, dass in diesem Jahr auch einige unserer Top-Nachwuchssportler, die Chance bekommen haben, hier in Wiesbaden zu starten“ – Ulla Ramge, Bundestrainer

Bei den Gruppen-Voltigierern triumphierte das Juniorenteam des RV Nordheim. Mit einer nahezu identischen Leistung siegte das Team von Longenführer Kai Vorberg in beiden Runden. Kai Vorberg, der als Disziplintrainer Voltigieren ohnehin vor Ort war, ist kurzfristig als Longenführer des Teams eingesprungen, weil die eigentliche Trainerin, Andrea Blatz, erkrankt war. Doppelte Herausforderung für die Voltigierer, aber die Weltmeister von 2017 und Europameister von 2018 turnten souverän ihre Abba-Kür vor den jubelnden Fans zum Sieg.

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