Wenn jeder Wiesbadener sich jedes Jahr ein Zug-Plaketchen kaufen würde oder gar den ganzen Satz, die Kampagne der Dacho und der Sonntagsumzug wären finanziert. Wenn!?

Für den Einen ist der zehnte Zopfverkauf ein kleines Jubiläum. Für den echten Fastnachter ist es ein Jahr zu früh. Es ist erst der Zehnte. Besonders wird der elfte Zopfverkauf. Schließlich ist man ein Narr und alles Närrische gibt es traditionell am 11.11., um 11:11 Uhr, und in den Folgemonaten zeitlich 11 Minuten nach der x-ten vollen Stunde. Am Samstagvormittag im Luisenforum passte es genau. Um 11:11 Uhr begrüßte Simon Rottloff die Besucher des Einkaufszentrums und die Angehörigen der Karnevalsvereine, die gekommen waren um die kleinen jungen Tanzmariechen zu sehen, die sich bei niedrigen Außentemparaturen im Untergeschoss bei angenehmer Zimmertemperatur auf ein unterhaltsames karnevalistisches Programm freuten.

Impressionen

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Spende für den Sonntagszug

Das war nicht immer so, erinnert sich Anton Kroll, der Center-Manager im Einkaufszentrum. Eisige Temperaturen und Kälterekorde im Jahr 2009 bewegten die Verantwortlichen hinter dem Zopfverkauf dazu, nach einer Alternative zum Mauritiusplatz bzw. der Langgasse vor Karstadt Ausschau zu halten. Ein paar hundert Meter weiter im Luisenforum wurden sie fündig. Den jungen Mädchen hat es im warmen so gut gefallen, dass sie seit Jahren immer wieder kommen, so Kroll weiter. Es werden immer mehr Vereine, die sich anschließen und im warmen präsentieren. Der Zopf und die Spende für den Sonntagszug geriete dabei glatt ins Hintertreffen, müssten die Gäste nicht am Zopf vorbei, um ins Untergeschoss zum zu kommen – wo die Besucher mit kleinen Kostproben angefüttert wurden.

Trotzdem, kleines Jubiläum

Der Zopfverkauf in diesem Jahr am 26. Januar zum zehnten Mal statt. Hatte man 2009 und in den Folgejahren die oberen Geschossen bespielt, sind die Darbietungen im Untergeschoss Zuhause. Aus der Outdoor-Veranstaltung vor Karstadt ist der beliebte Indoor-Zopfverkauf entstanden. Ins Leben gerufen hat ihn die Dacho und der Wiesbadener Bäckerei Budecker, Gut 35 Jahre ist das her. Als Dieter Budecker sich im Jahr 2001 dazu entschloss in den Ruhestand zu gehen, schlug Hans-Hermann Schröer zu, expandierte und kaufte den Besitz auf. Ohne dazu verpflichtet zu sein, nahm der heutige Senior-Chef Schröer die traditionell gewachsenen Verpflichtungen an. Dazu gehört bis heute die Spende des 33 Meter von Hand geflochtene Butter-Hefe-Zopfes. Zu den Zutaten gehören Butter, Mehl, Zucker, Milch, Eier, Rosinen und Traubensaft – plus eine extra Portion Ruhezeit für den Teig.

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