Warten auf den Impfstoff: Wie lange liegt die letzte Impfung zurück? Geimpfte müssen ohne frische Impfung genau wie umgeimpft einen Test vorlegen. 

Geboostert im Februar, ist der Impfschutz Ende August fast zu vernachlässigen? Daher stellt sich für viele die Frage, ob sie sich am besten gestern die zweiten Booster-Impfung abholen sollten oder  bis Mitte September auf den neuen Impfstoff warten können – oder sogar bis Anfang Oktober? Bis Oktober gibt es nur den Impfschutz gegen die stark verbreitete Variante BA.1.

Zulassungsverfahren

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) erwartet die Zulassung der an die BA.1-Variante angepassten neuen Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna in den kommenden Tagen. Wie bekannt wurde, hat der Bund bereits eine entsprechende Menge des fortentwickelten Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bestellt. Vorbehaltlich der Zulassung am Donnerstag geht es davon aus, dass dieser in den beiden Wochen ab dem 5. September geliefert wird: Rund 14 Millionen Dosen sollen in einer ersten Charge geliefert und in Deutschland verteilt werden.

„Wir bereiten uns seit Sommer auf die Lieferung von angepassten Impfstoffen vor. Wir hoffen, dass Bund und Land uns diese in ausreichender Menge möglichst schnell liefern und auch die Stiko ihre Empfehlungen anpasst.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz

Wiesbadens Gesundheitsamt informiert, dass es noch nicht einschätzen kann, welche Menge des des angepassten Impfstoffe Wiesbaden ab dem 5. September bestellen könne. Es sei auch nicht bekannt, wann die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlungen aktualisiere – und welcher Personenkreis im Rahmen der zweiten Poster-Impfung zu priorisieren sei. Bis zum Vorliegen einer aktualisierten Empfehlung werden Personen in den städtischen Impfstationen ausschließlich mit den Impfstoffen der ersten Generation geimpft.

„Unsere Impfstationen im Luisenforum und in der DKD Helios Klinik sowie die mobilen Impfteams sind bereit und können bis zu 3500 Impfungen pro Woche durchführen.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz

Bei den erwarteten angepassten Impfstoffen handelt es sich um sogenannte bivalente Impfstoffe, die gegen den ursprünglichen (Wuhan) Virustyp und gegen die Omikron-Variante BA.1 gerichtet sind. Aktuelle Studien bescheinigen beiden Impfstoffen auch eine überlegene Wirksamkeit gegen weitere Omikron-Varianten als die bislang verfügbaren mRNA-Impfstoffe der ersten Generation. Auch einen an BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoff könnte es möglicherweise bald geben. Nach Angaben von Biontech/Pfizer könnte dieser schon Ende September oder Anfang Oktober zugelassen werden. Sie werden voraussichtlich nur eine Zulassung für Booster-Impfungen (Dritt- und Viertimpfung) erhalten.

„Die mobilen Teams können auch in Pflegeeinrichtungen oder bei Hausbesuchen Impfungen durchführen.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz

In den städtischen Impfstationen wird weiterhin wie gewohnt nach den Empfehlungen der Stiko geimpft, das heißt nach dem Beschluss der Stiko zur 21. Covid-19-Impfempfehlung vom 18. August 2022. Die Stiko arbeitet derzeit an einer Aktualisierung ihrer Covid-19 Impfempfehlungen unter Berücksichtigung aktueller Studien zu den angepassten Impfstoffen. Bis zum Vorliegen einer aktualisierten Stiko-Empfehlung für die angepassten Impfstoffe sind in den städtischen Impfstationen sowie bei den städtischen mobilen Teams ausschließlich Impfungen mit Impfstoffen der ersten Generation erhältlich.

„Wie gewohnt gilt, dass sich Wiesbadener auch bei niedergelassenen Ärzten sowie in den städtischen Impfstationen impfen lassen können. Wer keine Praxen kennt, kann telefonisch unter 116117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz

Die aktuellen Stiko-Empfehlungen sehen unter anderem eine zweite Booster-Impfung (4. Impfung) vor für alle Personen ab 60 Jahren, Bewohnerinnen, Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege, Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen sowie alle Personen ab fünf Jahren mit Risiko für einen schweren Covid-19 Verlauf infolge von Grunderkrankungen und Immunschwäche. Für Personen unter 60 Jahren ohne schwerwiegende Grunderkrankung besteht zurzeit keine Empfehlung zu einer zweiten Booster-Impfung seitens der Stiko.

Foto: ©2022 Pixabay

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Aktuelle Cornona-Informationen aus Hessen gibt es online unter www.hessen.de.

 

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