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Glühweintest

Wiesbaden lebt! testet den Glühwein auf dem Sternschnuppenmarkt

Der Sternschnuppenmarkt glüht, und mit ihm die Frage: Welcher Glühwein schmeckt am besten und wärmt dazu an kalte Tagen richtig gut? Wiesbaden lebt! hat fünf Stände ohne Imbiss ausgewählt, nur den klassischen Roten getestet und dabei festgestellt, wie unterschiedlich Aromatik, Temperatur, Ambiente und Service ausfallen. Ein Rundgang voller Überraschungen.

Volker Watschounek 2 Wochen vor 0

Fünf Stände, fünf Glühweine: Wir haben probiert, verglichen und waren überrascht, wie verschieden Glühwein schmeckt.

Amuf der Sternschnuppenmarkt funkelt es überal, dampft und duftet es. Zwischen Marktkirche und Schlossplatz strömen Menschen von Stand zu Stand, greifen nach Tassen, lächeln, pusten, nippen. Glühwein gehört dazu wie der Stern über der Pyramide. Doch welcher überzeugt wirklich? Gemeinsam mit Johannes Lay zog Volker Watschounek für Wiesbaden lebt! los. Die Mission: fünf Stände ohne Imbiss, fünf Mal klassischer roter Glühwein, pur und ohne Schuss – und die Frage, wo gibt es den besten Klassiker?

Glühwein-Voting, mach mit!

Fünf Glühweinstände und fünf mal roter Glühwein. Jeder anders, jeder mit einer eigenen Note. Welcher schmeckt Ihnen am besten?

Vorweg die Frage: Der beste Glühwein. Ansichtssache, Geschmäcker sind eben grundverschieden. Verzieht der erste bei Citrus- und Orangenaromen die Nase, rümpft sie ein anderer bei bei Heidelbeer- oder Kirschglühwein.

Start an der Marktkirche – Weingut Keßler

Johannes und Volker starten beim Weingut Keßler. Der Glühwein hier wirkt weich, fast cremig auf der Zunge. Der Cuveé aus Acalon, Spätburgunder, Cabernet und Dornfelder der die Aromen ausgewogen balanciert zeigt eine cremig-sanfte Textur, vollkommen frei von bissiger Säure. Er trägt warme Fruchtnoten, die sich harmonisch entfalten. Lea Keßler betont, dass sie ausschließlich natürlich würzen und auf künstliche Aromen verzichten. Vier Euro kosten die Tasse Glühwein. Weißer und Rosé-farbener Glühwein zählen ebenso zum Angebot – und vom roten einmal abzuweichen, lohnt sich hier allemal. Bestechend, der Rosé-Glühwein,

Die Glühvinothek – heiß, aufmerksam, überraschend

Wenige Schritte weiter öffnet die Wiesbadener Glühvinothek ihr vielfältiges Sortiment: rot, weiß und rosé, in Rheingauer oder rheinhessischer Art. Jeder Glühwein trägt hier einen Namen – „Wilhelm“, „Wilhelmine“ oder „Simone“. Damit verneigt sich der Stand vor Wiesbadens Kulturgeschichte, von Simone Signoret bis Karin Dor. Mehr Wiesbaden passt kaum in eine Tasse.

Das Team warnt freundlich: „Der erste Schluck ist heiß.“ Und tatsächlich – er trifft sofort. Apfel und Zimt dominieren den Geschmack: frisch, fruchtig, warm, würzig. Ein Glühwein mit klarer Handschrift und kräftigem Abgang. Vier Euro kostet die Tasse – der tübliche Preis auf dem Sternschnupenmarkt.

Ohlig – Bio und bewusst traditionell

Das Weingut Ohlig gleich neben der Bühne vor dem Rathaus: Hier glüht in der Tasse eigene Wein in den Tassen, angebaut in den Winkeler Hängen und nur für den Glühwein ausgesetzt: ein Cuve aus den Rebsorten Dakapo, Carbanet Mitos und Spätburgunder. Ein lebendiger Säureimpuls prägt den ersten Eindruck. Johannes Ohlig setzt Gewürze wie Nelken und Zimt dezent ein, – achtet darauf, dass der Glühwein nach Wein schmeckt und nicht von Aromen übertüncht wird. Zarte Aromen roter Früchte schimmern durch –. Die Trinktemperatur stimmt: Der Glühwein ist heiß, aber nicht gefährlich. Die liebevolle Dekoration mit Lichtern und Tannengrün schafft angenehmes Ambiente mit einladender Atmosphäre, und das Team ist zuvorkommend hilfsbereit.

Husar – kraftvoll und sehr heiß

Gleich gegenüber von Ohlig präsentiert „Husar“ seinen straff und säurebetonten Bio-Glühwein von Emil Kaub. Die Basis ist hier ein Dornfelder Rotwein aus der Pfaz, der dem Glühwein einen kräftigen und ausdrucksstarken Charakter verlieht, subjektiv mit einem höheren Säureanteil gegenüber dem vorherigen am Stand von Ohlig. Die Tasse kommt heiß an, und ist gleich gut trinkbar. Die Würze tritt zurück, sodass der Glühwein vor allem Fans eines klaren, direkten Profils anspricht. Fruchtsüße tritt zurück, Akzente von roten Früchten und Zitrusfrüchten geben einen leichten Ausgleich. Mit 4 Euro pro Tasse ist der Preis fair, die Karte selbst wirkt jedoch etwas unübersichtlich. Die Auswahl an Mixgetränken ist umfangreich – Glühwein mit Schuss für jeden Geschmack. Wer es braucht!

Die Pyramide – der Rundgangs-Favorit

Seit Jahren ein beliebter Szene-Treffpunkt auf dem Sternschnuppenmarkt – und das aus gutem Grund. Der Glühwein überzeugt mit samtenem, ausgewogenem Geschmack, feiner Würze und einem Hauch von Mandel im Abgang. Vierfünfzig Euro pro Tasse machen ihn zum teuersten Stand im Test, doch jeder Cent lohnt sich. Dekoration, Service und Freundlichkeit setzen Bestwerte.

Die Basis liefert ein Hummel-Wein von Juliane Eller aus Rheinhessen, dazu gibt es Varianten mit Kirsche, Weißwein, Schuss oder sogar Hot Sake. Sanft und weich, mit dezent mitschwingender Süße, entfalten fruchtige Aromen von roten Beeren und leichten Zitrusnoten Tiefe und Harmonie. Angenehm warm und weich im Abgang – perfekt, um hier gemütlich zu verweilen.

Das Fazit

Wiesbaden zeigt: Glühwein ist keine Massenware. Jeder Stand setzt eigene Akzente – und einen Gewinner zu küren ist wahrlich nicht leicht. Persönliche Vorlieben geben den Ausschlag – mehr fruchtige Eleganz oder lieber würziger Tiefe? Und wer glaubt, Rot sei überall gesetzt, sollte einmal Rosé oder Weiß probieren. Der Sternschnuppenmarkt bietet dafür die perfekte Bühne.

Foto oben ©2025 Volker Watschounek

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Die Internetseite zum Sternschnuppenmarkt finden Sie unter unter www.wiesbaden.de.

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