Von Rheingauer Glühweinen bis Heidelbeer, Apfel-Glühwein und alkoholfrei: Die Glühvinothek überrascht und verführt – mit Klang, Qualität und warmem Humor.
Wer durch die Menge am Sternschnuppenmarkt driftet, bleibt irgendwann abrupt stehen: Eine Stimme schwebt durch die Luft und trällert „Glühwein schenkt uns Frohsinn pur…“. Stand 71 vor der Marktkirche singt tatsächlich. Wiesbadens Glühvinothek – die erste mit eigenen Lautsprecher-Lyrics – macht schon beim Vorbeigehen gute Laune.
Rheingauer Klassiker, Bio-Glühwein und seltene Sorten
Die Karte liest sich wie ein kleines Winterkastell: Rot, Weiß und Rosé aus dem Rheingau, trocken und klar. Daneben die lieblicheren Bio-Varianten aus Rheinhessen. Wer Neues sucht, greift zu Kirsch-Glühwein oder Heidelbeer-Glühwein, beide mit eigenem Charakter und augenzwinkernd benannt – die fruchtige „Karin“ oder der fesche „Grabowski“.
Und dann wärmt ein Glüh-Apfelwein das Gemüt – nicht heißer Apfelwein, sondern echter Apfel-Glühwein aus dem Odenwald. Dazu hausgemachte Spezialitäten wie Eierpunsch („Eggnog“), Lumumba oder die „Hot Shots“, die versprechen, was der Name andeutet: kräftig, heiß, kurz und wirkungsvoll.
Für alle, die lieber ohne Alkohol feiern. Auch alkoholfrei bleibt die Glühvinothek großzügig: Kinderpunsch, alkoholfreier Glühwein, heiße Trinkschokolade, heißer Apfel- oder Orangensaft. Wer hier friert, hat sich verlaufen.
Namen, die Geschichten erzählen
Wilhelm, Wilhelmine und Simone heißen die Glühweine – damit verbeugt sich die Glühvinothek vor berühmten Gästen der Stadt und Wiesbadens Kulturgeschichte. Simone Signoret oder Kätherose Derr, vielen bekannt als Karin Dor, – lokale Originale: Der Stand trägt mehr Wiesbaden in sich, als man im ersten Schluck ahnt. Dazu ein Bonuskartensystem, das Gäste spielerisch bindet: 1 Glühwein gleich ein Stempel, 10 Stempel ein Glühwein gratis.
Und am 1. Dezember winkt dazu beim Glühvinothek-Winterlotto ein Gratis-Glühwein. Nein, nicht für alle, sondern mit bedacht. Zwischen 12:00 und 16:00 Uhr muss niemand für den 30sten, 60sten, 90sten … Glühwein bezahlen, jeden 30sten Glühwein gibt es gratis – ein kleines Winterlotto.
Tipps für neugierige Besucher
Wer mit Freunden kommt, sollte teilen und kosten – Heidelbeer, Kirsch, Apfelwein, Bio, Rosé: So schmeckt man sich charmant durch einen ganzen Abend. Und irgendwann taucht vielleicht noch der Weihnachtsmann auf. Der Stand verrät den Termin noch nicht – was ihn nur noch sympathischer macht.
Archivbild – Glühvinothek ©2024 Volker Watschounek
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