Wir erinnern uns an den verspäteten Sasionstart im Juni und die verkürzte Saison. Daran, dass die Nerobergbahn im Frühjahr und Herbst für Schlagzeilen sorgt.

In diesem Jahr war es dann mal anders. Auch am 14. Juli hatte Wiesbadens schrägstes Wahrzeichen ihren Auftritt. Nicht lange, so doch für zwölf Stunden blieben die Räder der Nerobergbahn wegen eines technischen Problems stehen (Wiesbaden lebt! berichgtete). Das ändert nichts daran, dass die Fahrsaison der Nerobergbahn zu Ende geht: Nur noch bis einschließlich kommenden Montag, 31. Oktober, haben Besucher die Gelegenheit, eine Fahrt  zu unternehmen. Dann kommt die Bahn ins Winterquartier.

„Gemessen an der schwierigen Personal- und Corona-Situation zu Beginn der Saison, sind wir wirklich gut durch das Jahr gekommen. Wir haben insgesamt 265.000 zufriedene Fahrgäste gezählt.” – Peter Rauch

Mit der Saison 2022 zeigt sich Nerobergbahn-Betriebsleiter Peter Rauch sehr zufrieden. Das gesamte Team habe eine tolle Arbeit geleistet. Während der Wintermonate haben die Mitarbeiter dann ausreichend Zeit, alle routinemäßig notwendigen Wartungsarbeiten durchgeführt, um pünktlich zum Saisonstart am Karfreitag, 7. April 2023, wieder fahrbereit zu sein. Darauf freuen sich alle.

Geschichte der Nerobergbahn

Im Jahre 1886 stellte der Unternehmer Carl Rudolf einen Konzessionsantrag auf eine mit Wasserballast betriebene Drahtseilbahn, welche die Strecke zwischen dem Nerotal und der Spitze des Nerobergs überwinden sollte. Die Bausumme belief sich auf 222352 Mark. 1887 wurde der Antrag von der Stadt Wiesbaden bewilligt und ein Jahr später, am 25. September 1888, konnte die Nerobergbahn eröffnet werden.

1895 ging die Bahn an die neu gegründete Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (SEG) über, die auch die Wiesbadener Straßenbahn betrieb. 1923 wurde der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend eingestellt und zwei Jahre später, nach der Übernahme durch die Stadt Wiesbaden, wieder aufgenommen. 1939 erhielt die Maschinenfabrik Esslingen, welche die Bahn bereits gebaut hatte, den Auftrag, größere Wagen (für 75 Personen) zu bauen und die Anlage auf elektrischen Antrieb umzustellen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhinderte den Umbau. 1944 musste die Nerobergbahn wegen Kriegsschäden stillgelegt werden. Nach der Instandsetzung 1946 wurde sie zunächst von der US-amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und war erst 1948 wieder allgemein zugänglich.

1962 wurden durch die Maschinenfabrik Esslingen die Ballasttanks saniert und gleichzeitig die Aufbauten vom Fahrzeugwerk Auwärter erneuert. 1972 wurden die Gleisanlagen saniert und die beiden Fahrzeuge so lackiert, dass sie an die ursprüngliche Erscheinung erinnerten. (Quelle: Wikipedia)

Archivfoto oben ©2017 Volker Watschounek

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Die Internetseite der Nerobergbahn finden Sie unter www.nerobergbahn.de.

 

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