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Stadtarchiv Wiesabden, Schild auf dem Parkplatz.

Vortrag über Georg Büchners politisches Wirken

Georg Büchner brennt – bis heute. Das Stadtarchiv Wiesbaden lädt am 10. März zu einer lebhaften Spurensuche ein, wenn Brigitte Forßbohm ihre Studie „Von Hütten und Palästen“ vorstellt. Ein Abend, der Büchners politische Glut freilegt und zeigt, warum seine Texte immer noch Funken schlagen.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 1 Monat vor 0

Das Stadtarchiv Wiesbaden öffnet Büchners politische Schatzkammer: Brigitte Forßbohm spürt dem revolutionären Geist des Dichters nach.

Georg Büchner schreibt nicht brav in Schönschrift. Er stürmt. Er widerspricht. Er nimmt die Wirklichkeit auseinander, weil sie ihn wütend macht. Genau da setzt Brigitte Forßbohm an, wenn sie am 10. März im Stadtarchiv Wiesbaden ihre Studie „Von Hütten und Palästen“ präsentiert.

Stadtarchiv, kurz gefasst

Georg Büchner Von Hütten und Palästen
Eintritt: frei
Wann: Dienstag, 10. März 2018, 18:00 Uhr
Wo: Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42, 65197 Wiesbaden

Forßbohm zeigt, wie der junge Autor in Darmstadt und Gießen Freundschaften findet, die sein Denken schärfen, seine Revolte befeuern und seine kurzen Lebensjahre prägen. Büchner denkt politisch, aber nie verstaubt. Er schreibt mit der Glut eines Menschen, der nicht zuschauen will.

„Friede den Hütten“ – und ein Weckruf durchs Jahrhundert

Im Hessischen Landboten schlägt Büchners Stil ein wie eine Axt. Das Volk soll sich erheben, die Last spüren, aber nicht länger tragen. Forßbohm legt offen, wie radikal dieser Text im Jahr 1834 war – und warum seine Kraft heute noch trifft. Sie zeigt, wie Büchner die Sprache nicht nutzt, sondern entfesselt, damit Menschen aufhorchen.

Auch Dantons Tod und Woyzeck erscheinen in neuem Licht: als dramatische Räume, in denen Macht wankt und der Einzelne ringt. Forßbohm deutet, ordnet ein, verknüpft. Und plötzlich fühlt sich der Vormärz erstaunlich modern an.

Warum Büchner uns immer noch erwischt

Der Abend verspricht mehr als historische Betrachtung. Forßbohm verbindet Büchners politische Leidenschaft mit Fragen, die bis heute durch Feuilletons und Alltag geistern: Was macht Macht? Wo beginnt Widerstand? Und warum springen manche Texte zwischen den Jahrhunderten einfach nicht ab?

Wer kommt, erlebt ein Gespräch mit einem Dichter, der 1837 starb und trotzdem weiterarbeitet – in Köpfen, in Debatten, in dem Moment, in dem man seine Sätze laut liest.

Symbolfoto ©2026 LH Wiesbaden

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Erstveröffentlichung: 05.03.2026
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