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Konjunkturumfrage, Coronavirus, Konjunkturbericht, Wirtschaftsaufschwung, IHK-Wiesbaden im "Erbprinzenpalais" in der Wilhelmstraße 24-26. Themen: Diesel-Fahrverbot Bild: IHK

Wirtschaftssorgen in Wiesbaden: IHK-Bericht zeigt düstere Konjunktur-Lage

Der Abwärtstrend der regionalen Wirtschaft setzt sich auch zum Jahresbeginn fort. Während die aktuelle Lage von den Unternehmen schon schlecht bewertet wird, fällt der Ausblick auf die nächsten 12 Monate noch schlechter aus.

Volker Watschounek 2 Wochen vor 0

Die Konjunktur schwächest und der Abwärtstrend der regionalen Wirtschaft geht nach dem aktuellen Konjunkturbericht weiter.

Die konjunkturelle Stimmung der Wirtschaft in Wiesbaden, dem Rheingau-Taunus-Kreis und Hochheim am Main ist spürbar gedrückt. Das zeigt die aktuelle Unternehmensbefragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden. Der IHK-Geschäftsklimaindex als Pulsmesser der regionalen Wirtschaftslage rutscht von 101 auf 96 Punkte und damit unter die Wachstumsschwelle. Die Entwicklung der heimischen Wirtschaftsregion ist gegenläufig zum hessischen Trend, wo sich der Index von 91 auf 92 Punkte zumindest etwas erholte. 

Der aktuelle Konjunkturbericht zeigt die schwierige Lage unserer Wirtschaft. Die verhaltene Inlandsnachfrage und eine angespannte Finanzlage bilden bei vielen Unternehmen große Belastungsfaktoren.  

IHK-Präsident Dr. Christian Gastl

Die Situation der einzelnen Branchen unterscheidet sich teils deutlich voneinander. Der Dienstleistungssektor zeigt sich zwar robust, faktisch stagniert die Branche jedoch (Bran-chenindex 102). Die Unternehmen des Großhandels sehen sich weiterhin in einer schwierigen Lage (Branchenindex 85). Am schlechtesten unter allen betrachteten Branchen geht es dem Einzelhandel (Branchenindex 79). Einen Lichtblick bildet immerhin der Industriesektor: Der Branchenindex steigt von 90 auf 100 Punkte. Da die Industrie konjunkturelle Entwicklungen häufig als erstes verzeichnet, bildet die sich aufhellende Stimmung ein vorsichtiges Hoffnungs-signal für die Gesamtwirtschaft. 

Viele Unternehmen fühlen sich von immer mehr bürokratischen Lasten erdrückt. Wir brauchen dringend wirtschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen, die neues Wachstum ermöglichen.

Dr. Christian Gastl

Die Erwartungen an Exportgeschäft (Saldo -13) und Beschäftigung (Saldo -4) haben sich leicht verbessert, behalten die negativen Prognosen jedoch bei. Bei Investitionen wollen sich die meisten Unternehmen aber in noch mehr Zurückhaltung üben (Saldo -9). Der Anteil der Unternehmen, die sich in einer schwierigen Finanzlage befinden, hat sich von 32 auf 38 Prozent erhöht. Insbesondere Liquiditätsengpässe und Eigenkapitalrückgang berei-ten hier Sorge. 

Unter den Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung halten sich die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit 65 Prozent Nennung auf dem ersten Platz. Die Unternehmen nennen zudem die Inlandsnachfrage (63 Prozent), den Fachkräftemangel (55 Prozent) sowie die Ener-gie- und Rohstoffpreise (51 Prozent) als wesentliche Geschäftsrisiken mit Blick auf die kom-menden 12 Monate. Unter den Freitextantworten zeigen sich insbesondere lähmende Büro-kratie, immer mehr Regulierung und Unzufriedenheit mit der Bundesregierung als Hauptgründe. 

Zusätzliche Belastungen für die Unternehmen, wie sie Wiesbaden jüngst mit einer Erhöhung der Gewerbesteuer oder dem stark ausgeweiteten Kurbeitrag beschlossen hat, sind in der jetzigen Situation der genau falsche Weg.“ 

Fabian Lauer

Für Fabian Lauer, stv. Geschäftsführer und Leiter Wirtschaftspolitik der IHK, sind die Konjunkturergebnisse ein deutliches Signal. Er sagt, dass es deutliche Wachstumsimpulse brauche, um aus dem Abwärtstrend zu kommen. Wirtschaftliche Entlastungen sollten seiner Meinung nach daher das Gebot der Stunde sein.

IHK-Konjunkturbericht

Der IHK-Konjunkturbericht enthält umfassende Analysen und grafische Darstellungen zur konjunkturellen Lage im Wirtschaftsraum Wiesbaden. Kostenfrei abrufbar ist er unter www.ihk.de/wiesbaden/konjunkturbericht. Für regionale Unternehmen findet sich hier zudem die Möglichkeit, sich zur drei Mal im Jahr stattfindenden Befragung anzumelden. 

Bild oben – Erbprinzen Palais ©2021 HK Wiesbaden

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.