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Adventsmarkt im ehemaligen SportScheck Wiesbaden.

Adventsmarkt im ehemaligen SportScheck

Der neue Adventsmarkt im ehemaligen SportScheck zeigt, wie Wiesbaden Leerstand mit Leben füllt. Regionale Anbieter, Rheingau-Wein und ein Pop-up-Konzept, das Einkaufslust und Stadtentwicklung verbindet. Die Mischung wirkt überraschend modern – und macht die Innenstadt in der Vorweihnachtszeit sichtbar lebendiger.

Volker Watschounek 2 Monaten vor 0

Der Adventsmarkt im ehemaligen SportScheck verbindet Pop-up-Kultur, Wein, Kunsthandwerk und urbane Experimentierfreude zu einem neuen Anziehungspunkt.

Das Wirtschaftsdezernat und das Team um Bürgermeisterin Christiane Hinninger entdeckt Zwischennutzung neu – und zwar mitten in der Langgasse. Dort eröffnete im ehemaligen SportScheck Adventsmarkt, ein Ort, wo früher Sportjacken verkauft wurden. Jetzt werben Glühwein, Keramik und Pop-up-Kunst um die Gunst der Wiesbadener. Wiesbadens Bürgermeisterin, Verkehrsdezernent Andreas Kowol und Citymanager Jens Ackermann eröffneten die neue Winterfläche zusammen und standen am Rednerpult wie einst Stadion-DJs und erklärten, warum diese Intervention mehr ist als ein kurzfristiges Experiment.

Servicezone für Wintertage, kurz gefasst

Der Adventsmarkt bietet außerdem:
Gepäckaufbewahrung von 10 bis 20 Uhr
Geschenkverpackungsservice freitags und samstags von 13 bis 20 Uhr
barrierefreie Toilette auf der Rückseite
– ein Bier für alle, die im Dezember nicht zwingend Glühweintrinker sind

Wiesbaden nutzt die Adventszeit, um einem prominenten Leerstand neues Leben einzuhauchen. Wo früher Sportschuhe anprobiert wurden und Jacken raschelten, duftet es jetzt nach Focaccia, Winzerglühwein und „frisch verpackten Geschenken“. Weihnachtsmarkt, Indoor-Sternschnuppenmarkt oder Adventsmarkt, – ganz gleich wie sie ihn nennen, im ehemaligen SportScheck-Gebäude wird sichtbar, wie man Innenstadtentwicklung pragmatisch, charmant und sehr weihnachtlich verbindet.

Wein, Winzer, Wiesbaden – und ein Hauch Rheingau

Herzstück des Marktes bleibt der Weinstand der Winzer von Erbach. Das Team um Uwe Kilian schenkt dort den Glühwein aus, der bereits beim ersten Öffnungstag für spürbare Wärme sorgt. Gleich daneben präsentieren elf Weingüter aus Erbach und dem Rheingau ihre ausgewählten Weine – und erzählen dabei fast beiläufig die kleinen Geschichten, die hinter jeder Flasche stecken. Der gemeinsame Bereich wirkt wie ein improvisierter Weinhof: ein Ort, an dem Menschen stehen bleiben, lachen, probieren und sich über Sorten austauschen, die sonst nur im Rheingau zu Hause sind.

Der Glühwein stammt vollständig von den Erbacher Winzern, ergänzt um klassischen Winzerglühwein und eine breite Auswahl an Flaschenweinen, die die beteiligten Güter auf Kommission bereitstellen. Wer eher pur genießt, findet hier also ebenso seinen Platz wie jene, die im Dezember ausschließlich heiß trinken.

Adventsmarkt, Weihnachtsmarkt , Sternschnuppenmarkt.
Der Adventsmarkt im früheren SportScheck verbindet Wein, Handwerk und Pop-up-Atmosphäre – mitten in der Wiesbadener Innenstadt, so Jens Ackermann, Christiane Hinninger und Andreas Kowol.

Offizielle Weinproben sind zwar nicht angekündigt, können aber jederzeit entstehen. „Das wird kurzfristig abgesprochen“, heißt es. Wenn ein Winzer vorbeikommt, zwei Gläser hochhält und eine Gruppe freundlich anlächelt, verwandelt sich der Stand innerhalb weniger Sekunden in eine spontane Mikro-Weinprobe – ganz ohne Bühne, dafür mit viel Charme..

Focaccia-Duft im alten Sporttempel

Im hinteren Bereich wartet eine Käse-Manufaktur aus Offenbach – eine jener kleinen Spezialitätenwerkstätten, die Focaccia, Käseteller und warme Snacks servieren. Der Duft zieht durch den ganzen Raum und lässt Besucher vergessen, dass sie sich in einem früheren Sportkaufhaus befinden.

Dazu kommt ein Kaffeeanbieter und ein überraschend vielfältiges Kunsthandwerksangebot:
– ein Keramiker aus Wiesbaden, der sein Atelier schließen musste
Upcycling-Kunst, die Alltagsgegenstände neu interpretiert
Kleidung zum Anprobieren in den alten Umkleidekabinen der Sportarena
handbemalte Produkte, Kleingewerbe, Kunstprints

Pop-up-Prinzip wie beim Supermarkt – nur festlicher

Viele Anbieter bringen ihre Ware und lassen sie im Kommissionsmodell verkaufen. „Wie beim Rewe-Markt“, erklärt einer der Organisatoren. Viele Anbieter sind nicht immer selbst vor Ort – dafür übernimmt das Marktteam den Verkauf.

Foto ©2025 Wiesbaden lebt!

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