Hessen-Mikroliquidät: Gefördert werden Personen, die unternehmerisch tätig sind sowie Freie Berufe, die zur Fortführung ihrer Tätigkeit eine Überbrückungsfinanzierung benötigen.

Der Hessische Handwerkstag (HHT) hat die Ankündigung der Landesregierung und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank), das Hilfsprogramm Hessen-Mikroliquidität bis Ende Juni 2021 zu verlängern und dafür 150 Millionen Euro bereitzustellen, ausdrücklich begrüßt.

„Bei aller berechtigten Kritik an zähfließenden Unterstützungsleistungen des Staates in der Corona-Krise, ist das hessische Direktdarlehen ein wichtiger und erfolgreicher Förderbaustein für die Unternehmen.“ – Stefan Füll, HHT-Präsident

Im vergangenem Jahr seien so Anträge von mehr als 820 Handwerksbetrieben durch die drei hessischen Handwerkskammern an die WIBank weitergeleitet und bewilligt worden, so Füll weiter. Allein mit diesem Programm wurden 2020 etwa 23,3 Millionen Euro Hilfsgelder an Handwerksbetriebe ausgezahlt.

„Die Reserven von Friseur- und Kosmetikerbetriebe oder Messebauer sind weitgehend aufgebraucht. Umso wichtiger ist es, dass Hilfsgelder schnell, zielgerichtet und so unbürokratisch wie möglich fließen und ab Anfang Februar tatsächlich neue Anträge für das Hilfsprogramm Hessen-Mikroliquidität gestellt werden können.“ – Stefan Füll, HHT-Präsident

Die weitere Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar treffe auch Teile der Handwerkswirtschaft, so neben dsen genannten Branchen auch das Nahrungsmittelhandwerk und den Kfz-Bereich. Es werde aber nicht wenige Betriebe geben, deren Einbußen 2020 so groß waren, dass sie darauf angewiesen sind, dass die Möglichkeit auf bis zu 50 Prozent der Rückzahlung des Förderdarlehens zu verzichten, auch tatsächlich umgesetzt wird.

„Das Ganze ist immer eine Gratwanderung, so unbürokratisch wie möglich Auszahlungen zu ermöglichen und gleichzeitig Missbrauch zu verhindern.“ – Stefan Füll, HHT-Präsident

Es habe sich bewährt, dass die Handwerkskammern Anträge ihrer Mitgliedsbetriebe an die WIBank weiterleiten, da dort durch die Betriebsberater der Kammern eine erste Plausibilitätsprüfung erfolgt und zugleich über die verschiedenen Hilfsprogramme von Bund und Land mit jeweils unterschiedlichen Bedingungen und Kriterien kompetent beraten werden kann. Die Handwerkskammer setzt daher auf eine Fortsetzung der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen den Handwerkskammern und der WI-Bank.

Hessen-Mikroliquidität

Auf der Seite der WI-Bank ist ferner nachzulesen, dass nur ein Antrag pro Antragsteller möglich sei, unabhängig davon, wie viele Unternehmen er gegebenenfalls besitze. Wenn Sie bereits ein Darlehen Hessen-Mikroliquidität erhalten haben, können Sie keinen weiteren Antrag mehr stellen, eine nachträgliche Darlehenserhöhung ist ebenfalls nicht möglich.
Das Programm Hessen-Mikroliquidität ist ein ergänzendes Darlehen (kein Zuschuss) zu bereits bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten in der Corona-Krise. (Bild: Allalf / commonswiki bearbeitet Volker Watschounek)

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Die offizielle Internetseite der Handwerkskammer Wiesbaden finden Sie unter www.hwk-wiesbaden.de.

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