Frühwarnstufe, Alarmstufe, Notfallstufe: Es gilt Stufe 2. Sie geht davon aus, dass der Markt die Störung noch alleine bewältigen kann.

Vor einigen Tagen hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vorsorglich die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Um einer unbegründeten Panikmache gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen betonte Minister Robert Habeck, dass sich niemand Sorgen machen müsse und die  Versorgungssicherheit in Deutschland gewährleistet sei.

„Die Versorgungssicherheit ist weiter gewährleistet. Es gibt aktuell keine Versorgungsengpässe. Dennoch müssen wir die Vorsorgemaßnahmen erhöhen, um für den Fall einer Eskalation seitens Russlands gewappnet zu sein.“ – Minister Robert Habek

Am Donnerstagvormittag der nächste Schritt: Weil Russland die Gaslieferungen durch Nord Stream 1 drosselt aktiviert Bundeswirtschaftsminister die zweite Alarmstufe im Notfallplan Gas. Gas wird knapper. Gas wird teuerer. Keine zwei Stunden meldet ESWE-Versorgung, dass Kunden von ESWE Versorgung zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht mit automatischen Preiserhöhungen rechnen müssten. 

Hintergrund

Energieversorger können innerhalb der Alarmstufe in die Lage versetzt werden, für alle ihre Verträge neue Preise festzulegen – diese gelten dann innerhalb einer Woche nach Ankündigung. Möglich macht das Paragraf 24 des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG): Er soll verhindern, dass Energieversorger aufgrund massiv steigender Großhandelspreise in finanzielle Schieflage geraten. Das Gesetz sorgt also dafür, dass die sichere Versorgung mit Erdgas nicht gefährdet wird.

Reduzierung der Gesamtgasimportmengen

Damit Paragraf 24 in Kraft tritt, muss allerdings zunächst eine erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmengen nach Deutschland festgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Erst dann dürfen Preise erhöht werden. Das Ausrufen der Notfallstufe 2 könnte dahingehend zu verstehen sein, dass genau das eben der Fall ist. Dem ist aber nicht wirklich so. Vielmehr diesen der  die Ausrufung der Alarmstufe dazu, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass Kohle-Kraftwerke wieder verstärkt ans Netz gehen, um die Verstromung von Gas reduzieren zu können, so ESWE Versorgung.

Gas wir im Herbst teuerer

Die aktuelle Entwicklung an den Beschaffungsmärkten ist bislang bei den ESWE-Kundinnen und –Kunden noch nicht angekommen, da sie nach wie vor von der ESWE-Beschaffung zu günstigen Konditionen in der Vergangenheit profitieren. Die Preisentwicklung seit Ende des letzten Jahres und verstärkt durch die Ukraine-Krise wird allerdings eine Preisanpassung auch bei ESWE Versorgung spätestens zum Herbst erforderlich machen.

Abschlag erhöhen

Im Hinblick auf steigende Preise und die bevorstehende Preisanpassung ist es für Privathaushalte sinnvoll, den monatlichen Abschlag zu erhöhen, Dadurch wird eine erhebliche Nachzahlung bei der kommenden Jahresverbrauchsabrechnungvermieden.

Archivfoto oben ©2020 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite von ESWE Versorgung finden Sie unter www.eswe-versorgung.de.

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