Ein Distanzhammer von Fatih Kaya bringt Wiesbaden in Osnabrück auf Kurs. Der SVWW verteidigt leidenschaftlich und feiert einen reifen 1:0-Auswärtssieg.
Der SV Wehen Wiesbaden erlebt in Osnabrück einen dieser Nachmittage, an denen Mut und Geduld besser wirken als Spektakel. Die Mannschaft von Daniel Scherning gewinnt an der Bremer Brücke 1:0, weil sie klug verteidigt und im richtigen Moment zuschlägt.
VfL Osnabrück – Wehen Wiesabden 0:1 (0:1)
SVWW-Mannschaftsausstellung: Noah Brdar – Ole Wohlers (61.Schleimer) – Florian Hübner – Johny Steven Gillekens – Justin Janitzek – Niklas May – Gino Fechner – Deny Bogicevic – Tarik Gözüsirin (88.Lewald – Moritz Flotho (61.Agrafiotis) – Fatih Kaya (73.Bogicevic) – Ryan Nils Johansson (88.Greilinger)
Tore: 0:1 Günther-Schmidt (17.), 1:1 Janitzek (53.), 2:1 Bogicevic (75.), 3:1 Agrafiotis (90. + 5.)
Gelbe Karten: Gillekens, Gözüsirin / Fallmann, Majetschak, Uhlmann
Rote Karte: –
Schiedsrichter: Behrens (Berlin)
Zuschauer: 12000
Weil sie ein Spiel annimmt, das eher arbeitet als glänzt. Und weil Kapitän Fatih Kaya in der 33. Minute das tut, was ihn in dieser Saison so wertvoll macht: Er sieht den Raum, setzt den Körper ein, zieht einfach ab – und der Ball rauscht wie gemalt ins rechte Eck.
Wiesbaden hält den Druck aus
Zu Beginn tasteten beide Teams noch ab, doch der SVWW setzte die ersten Duftmarken. Kaya köpfte am Tor vorbei, Johansson prüfte Keeper Jonsson aus der Distanz. Danach übernahm Osnabrück für einige Minuten das Kommando, dribbelte, flankte, suchte geduldig den Abschluss. Doch Wiesbaden blieb stabil, schob die Ketten zusammen, stellte die Passwege zu und vertraute auf Noah Brdar, der bei Meißners Schuss aus 38 Metern erneut sicher griff.
Kaya trifft mitten in die VfL-Drangphase
Gerade als der VfL Tempo aufnahm, konterte Wiesbaden entschlossen. Johansson eroberte einen Ball, legte sofort weiter, Kaya richtete sich auf und traf trocken ins Eck. Ein Treffer, der sowohl Ruhe als auch Energie in die Wiesbadener Mannschaft brachte. Danach griff der SVWW konzentriert an, gewann die entscheidenden Zweikämpfe und ließ die Osnabrücker Offensive immer wieder verzweifeln.
SVWW verteidigt das Ergebnis mit Leidenschaft
Nach der Pause drängte Osnabrück, rannte an, wechselte offensiv – doch klare Chancen blieben erstaunlich selten. Wiesbaden verschob konsequent, blockte Schüsse, unterband Dribblings und zeigte eindrucksvoll, wie sehr sich dieses Team inzwischen auf seine Defensivkraft verlassen kann. Wohlers verpasste zwar das mögliche 2:0, doch der SVWW ließ sich auch davon nicht aus dem Takt bringen. In der Nachspielzeit brachte Wiesbaden den Sieg über die Zeit.
Der SV Wehen Wiesbaden fährt damit den zweiten Sieg in Folge ein – und sendet ein klares Signal: Dieses Team bleibt in der 3. Liga konkurrenzfähig, stabil und schwer zu knacken.
Archivfoto
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