Der SVWW verlor auswärts beim SV Regensburg 1:2. Eine schwache erste Halbzeit kostete wichtige Punkte im Aufstiegskampf der 3. Liga.
Der SVWW reiste mit großen Ambitionen zum SV Regensburg, verließ die Oberpfalz aber mit leeren Händen. Beim 1:2 auswärts in Regensburg verschielf der SV Wehen Wiesbaden die erste Halbzeit, stemmte sich spät gegen die Niederlage – und verpasste im engen Rennen der 3. Liga wichtige Punkte.
3. Liga, 25. Spieltag, Jahn Regensburg – SVWW
Jahn Regensburg – SV Wehen Wiesbaden 2:1
Aufstellung Jahn Regensburg
Mannschaft: Gebhardt – Wurm, Fe. Strauss, Karbstein – Oliveira, Saller, Fein, Bauer – Kühlwetter, Hottmann, Eichinger Reservebank: Wechsel (Tor), Mätzler, Schönfelder, Seidel, Geipl, P. Müller, Stolze, Beckhoff, Posselt
Trainer: Michael Wimmer
Aufstellung SV Wehen Wiesbaden
Mannschaft: Brdar – Gillekens, F. Hübner, Janitzek – Mockenhaupt, Fechner, Gözüsirin, N. May – Kaya, Flotho, Johansson Reservebank: K. Broll (Tor), Neubert, Nink, Bogicevic, Greilinger, Nejad, Agrafiotis, Ati Allah, Schleimer
Trainer: Daniel Scherning
Tore: 1:0 Noel Eichinger; Malte Karbstein 2:0; 2:1 Moritz Flotho
Zuschauer: 6049
Schiedsrichter: Felix Weller (neunkirchen)
Von Beginn an presste Regensburg hoch, zwang den SVWW zu Fehlern und schnürte die Gäste tief in der eigenen Hälfte ein. Nach 30 Minuten standen 9:0 Torschüsse für die Gastgeber zu Buche. Wiesbaden fand keinen Rhythmus, verlor im Aufbau zu viele Bälle und überließ dem Jahn die Kontrolle.
Torhüter Brdar verhinderte mit starken Paraden einen frühen Rückstand. Doch in der 28. Minute konnte auch er nichts mehr ausrichten. Nach einer Flanke von Bauer scheiterte Hottmann noch, doch Noel Eichinger staubte aus kurzer Distanz ab. Das 1:0 spiegelte das Geschehen.
Wiesbaden wirkte überrascht, fast gelähmt. Pässe versprangen, Laufwege passten nicht. Erst kurz vor der Pause zeigte die Mannschaft Ansätze, als Kaya nach einem schnellen Angriff knapp verzog. Doch das blieb eine Ausnahme in einer ersten Halbzeit, die Trainer und Team nicht zufriedenstellte.
Karbstein erhöhte – Flotho zündete spät
Nach dem Seitenwechsel reagierte der SVWW mit mehreren Wechseln. Wiesbaden übernahm mehr Ballbesitz, doch Regensburg setzte weiter gefährliche Nadelstiche. In der 74. Minute fiel das 2:0: Eichinger flankte präzise, Malte Karbstein stieg hoch und köpfte wuchtig unter die Latte.
Die Partie schien entschieden. Doch Wiesbaden gab sich nicht auf. In der 86. Minute brachte Greilinger den Ball scharf in die Mitte, Agrafiotis ließ clever durch, Moritz Flotho traf aus sieben Metern unter die Latte. Nur noch 2:1.
Jetzt drückte der SVWW. Flotho hämmerte einen Volley an die Latte. Lange Bälle segelten in den Strafraum, Regensburg klärte mit letzter Kraft. Die fünf Minuten Nachspielzeit reichten nicht. Der Jahn rettete den Vorsprung über die Zeit.
Bittere Lehre im Aufstiegskampf
Der SVWW zeigte Moral, doch er wachte zu spät auf. Wer auswärts bestehen wollte, durfte sich keine halbe Stunde Anlaufzeit gönnen. Regensburg nutzte seine Chancen früher, verteidigte leidenschaftlich und feierte einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf.
Für Wiesbaden hieß es nun, die Lehren aus diesem auswärts-Spiel zu ziehen. Die 3. Liga verzieh keine Nachlässigkeit. Der SVWW blieb im Rennen, wusste aber: Im Aufstiegskampf zählte jede Minute – nicht nur die letzten.
Stimmen zum Spiel
„Wir sind von Beginn an nicht gut ins Spiel gekommen. Schon in der Anfangsphase hatte Regensburg die eine oder andere Chance und nach rund einer halben Stunde sind sie völlig verdient in Führung gegangen. In der Pause haben wir uns viel vorgenommen. Vor allem, dass wir die Basics auf den Platz bringen und um die zweiten Bälle kämpfen wollen. Wenn es spielerisch nicht funktioniert, müssen wir über den Kampf kommen. Leider ist uns auch das bis zur 80. Minute nicht gelungen. Ich hatte in dieser Saison noch nie so viel zu tun. Ich muss aber auch sagen, dass die 90 Minuten wirklich eine Ausnahme waren. Die letzten Spiele haben wir super verteidigt,“ sagte Noah Brdar nach dem Spiel in Regensburg.
„Wir haben eine schlechte erste Halbzeit gespielt und waren sowohl im Kopf als auch in den Beinen zu langsam. Der Gegner hat es gut gemacht und wir sind überhaupt nicht in unser Spiel gekommen. Mit dem Lattenschuss am Ende wäre sogar noch ein Punkt möglich gewesen. Wir haben aber viel zu spät am Spiel teilgenommen, als dass es uns berechtigt, etwas Zählbares mitzunehmen. Bei der Summe an Chancen, die Regensburg hatte, wäre das nicht verdient gewesen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Die Leistung hat nicht gereicht, um als Sieger vom Platz zu gehen,“ ergänzte Daniel Scherning.
Archivfoto ©2026 vwa
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