Es ist der Sonntag vor dem ersten Advent und es ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag. Ein tag, der über die persönliche Trauer hinausgeht. Ein tag, der auch für künftige Generationen Bedeutung hat.

Aus Anlass des Volkstrauertages am Sonntag finden im gesamten Stadtgebiet Gedenkstunden und Kranzniederlegungen für die Toten beider Weltkriege und die Opfer des Nationalsozialismus statt. Zu den Gedenkstunden mit Kranzniederlegung sind alle  Bürger eingeladen, die sich am Totengedenken für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft beteiligen möchten.

Zentrale Gedenkstunde

Die zentrale Gedenkstunde der Landeshauptstadt Wiesbaden zum Volkstrauertag beginnt am Sonntag um 11 Uhr am Mahnmal auf dem Südfriedhof. Sie findet traditionell gemeinsam mit dem Kreisverband Wiesbaden des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. (VdK) statt. Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel hält die Gedenkrede für die Landeshauptstadt Wiesbaden. Das Landes-Polizeiorchester Hessen sowie  Schüler der Elly-Heuss-Schule gestalten den musikalischen Rahmen. Abschließend führt der Trauerzug zu zwei Grabfeldern, an denen der Opfer des Kriegs unter der Zivilbevölkerung und den Zwangsarbeitern sowie der Opfer der Euthanasie und der Konzentrationslager gedacht wird. Gedenkworte spricht Gemeindereferent Andreas Schuh, Katholisches Dekanat Wiesbaden.

Wiesbadener  Gedenkstunden in den Vororten

Amöneburg, Ehrenmal, Dyckerhoffstraße 22: 10 Uhr;
Auringen, Friedhof: 9.45 Uhr;
Biebrich, Friedhof, Trauerhalle: 11.30 Uhr;
Bierstadt, Friedhof, Ehrenmal: 12.15 Uhr;
Breckenheim, Ehrenmal vor der Evangelischen Kirche, Alte Dorfstraße/Ecke Neue Schulstraße: 10.45 Uhr;
Delkenheim, Friedhof: Nach der um 11 Uhr in der Evangelischen Kirche beginnenden Gedenkstunde;
Dotzheim, Waldfriedhof, Trauerhalle/Ehrenmal: 15 Uhr;
Erbenheim, Friedhof, Trauerhalle: 12 Uhr;
Frauenstein, Friedhof, Trauerhalle/Ehrenmal: 11 Uhr;
Freudenberg, Gedenkstätte, Fliederweg/Asternweg: 13.30 Uhr;
Heßloch, Friedhof: 10 Uhr;
Igstadt, Friedhof: 15.30 Uhr;
Kastel, Friedhof: 11 Uhr;
Kloppenheim, Ferrutius-Platz, vor der Evangelischen Kirche: 15 Uhr;
Medenbach, Friedhof, Trauerhalle: 12 Uhr;
Naurod, Friedhof: 11 Uhr;
Nordenstadt, Friedhof, Ehrenmal: Im Anschluss an den von 9.30 bis etwa 10.30 Uhr in der Katholischen Kirche, Borkestraße 4, stattfindenden Gottesdienst;
Rambach, Friedhof, Ehrenmal: Nach dem um 10 Uhr in der Trauerhalle beginnenden Gedenkgottesdienst;
Schierstein, Friedhof: 14 Uhr;
Sonnenberg, Friedhof, Ehrenmal: Nach dem um 14 Uhr in der Trauerhalle beginnenden Gottesdienst.

American Cemetery Lorraine (St-Avold, Moselle, France) ©20017 LauterGold / Flickr

American Cemetery Lorraine (St-Avold, Moselle, France) ©20017 LauterGold / Flickr

Zum Volkstrauertag

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.

Der erste Volkstrauertag wurde am 1. März 1925 begangen, nachdem ein tag zuvor der erste Reichspräsident Friedrich Ebert  verstorben war. Überall fanden Gedenkfeiern für die deutschen Gefallenen des Ersten Weltkriegs statt. Die Cellesche Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 27. Februar 1926:

Volkstrauertag! Der erste deutsche Volkstrauertag soll in erster Linie dem Ehrengedenken unserer im Weltkriege gefallenen Väter, Brüder und Söhne gewidmet sein. Es ist nur zu wünschen, daß sich diese ernste Feier recht tief und fest und feierlich, auch ohne viele Reden und Gesänge, aus dem ureigenen deutschen und menschlichen Empfinden heraus geltend macht in den Herzen des ganzen Volkes.Cellesche Zeitung: Den Gefallenen.

(Quelle: Wikipedia)

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