Die Mieten sind hoch und die Mietpreisbremse hat auch in Wiesbaden zu keiner spürbaren Entlastung geführt. Die Kommunen müssen handeln. Wiesbaden tut es.

Bundesweit müssen Durchschnittsverdiener rund 27 Prozent Nettoeinkommens zum Bezahlen der Mieter aufbringen. Insbesondere bei Menschen mit niedrigeren Einkommen bleiben so wenig Mittel für die sonstige Lebensführung.  Nach Expertenmeinung müsse der Bund seiner Verantwortung im sozialen Wohnungsbau stärker nachkommen – statt weiter an der Mietpreisbremse zu schrauben. In Wiesbaden wurde das erkannt.

„Wenn wir die Forderung, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ernst nehmen, dann dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen.“ – Christoph Manjura, Sozial- und Wohnungsdezernent

Mit dem aktuellen Wohnungsbauprogramm 2018/2019 hat der Magistrat in seiner Sitzung am 7. Mai  die Förderung von insgesamt 166 Neubauwohnungen mit Belegungsbindungen von 25 Jahren beschlossen – dazu zählt das Neubauvorhaben in Bierstadt-Nord, altengerechtes Wohnen am Pflegewohnheim im Neubaugebiet Hainweg und 110 Wohneinheiten am Standort American Arms Hotel.

35 Millionen für Kastel-Housing

Darüber hinaus wurde die Förderung für den ersten Entwicklungsschritt beim Vorhaben Kastel-Housing mit rund 30 Wohnungen auf den Weg gebracht. Für die genannten Bauvorhaben werden Fördermittel des Landes in Höhe von rund 20 Millionen Euro akquiriert; die Landeshauptstadt Wiesbaden beteiligt sich mit knapp 15 Millionen Euro.

„Wir wollen mit den Ankäufen von Belegrechten in Quartieren, wie wir bisher kaum vertreten sind, neue Wohnungen in die Förderung bekommen.“ – Christoph Manjura, Sozial- und Wohnungsdezernent

Teil des Beschlusses ist auch die Verlängerung von Belegungsbindungen und der Neuankauf von Belegrechten in einer Größenordnung von 200 Wohneinheiten. Mit dieser Maßnahme solle dem schnellen Abschmelzen der gebundenen Bestände zum Neubau entgegengewirkt werden, so Manjura weiter. Andererseits wollen wir mit dem Ankauf von Belegrechten neue Wohnungen in die Förderung bekommen, und dies gerade in Quartieren, in denen wir aktuell kaum öffentlich geförderte Wohnungen haben. Auch dafür stellt das Land Hessen Fördermittel bereit.

Wohnungsbauprojekte in der Warteschleife

Neben der Verlängerung von Belegungsbindung steht aber vor allem der Neubau von bezahlbarem Wohnraum für den Sozial- und Wohnungsdezernenten ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Für den Verlauf des Jahres 2019 sei ein weiteres Wohnungsbauprogramm mit geförderten Wohneinheiten geplant.“

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