Die Deutschen entdecken den Solarstrom neu: Im großen Stil installieren sie auf den Dächern Solaranlagen mit den dazu passenden Speichern. Auch die Stadtväter machen mit – weil es so günstig ist wie noch nie.

Wiesbaden setzt auf Sonnenenergie. Alleine bis 2020 plant die Landeshauptstadt 15 neue Solarstromanlagen zur Energiegewinnung auf den Dächern von Schulen, Kindergärten oder Bürgerhäusern. Die einzelnen Maßnahmen haben ein Bauvolumen von insgesamt rund einer Million Euro. Das ist aber erst der Anfang. Die Erweiterung und der Ausbau des städtischen Solarparks ist bereits angemacht. Rund 300.000 Euro sollen dafür jedes Jahr ieingesetzt werden. Die Planung und Koordination der Maßnahmen liegt beim städtischen Umweltamt, das eng mit den verschiedenen Nutzern der Gebäude zusammenarbeitet.

„Die Stadt Wiesbaden will aktiv in Maßnahmen zur solaren Stromerzeugung investieren und als gutes Beispiel für die regenerative Energiegewinnung vorangehen. Deshalb unternimmt sie verstärkt Anstrengungen, weitere Solarstromanlagen auf geeigneten Dachflächen zu bauen und selbst zu betreiben.“ – Andreas Kowol, Umweltdezernent

Mit dem Bau von Photovoltaik-Anlagen wird nicht nur regenerativer Strom erzeugt, sondern gleichzeitig klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart. Bei den im ersten Schritt geplanten 15 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 656 Kilowattpeak (kWp) geht es um rund 330 Tonnen pro Jahr.

„Durch unsere Kooperation mit der ESWE Versorgungs AG, die die große Anlagen bauen und betreiben – und den selbst betriebenen kleineren Anlagen, kombiniert die Landeshauptstadt den maximalen ökologischen Nutzen mit wirtschaftlicher Rentabilität.“ – Andreas Kowol, Umweltdezernent

Der selbstproduzierte Strom dieser Anlagen kann – wie bei Privatgebäuden auch – von den Nutzern selbst verbraucht werden. Sie reduzieren so ihren externen Strombedarf und ihre Verbrauchskosten. Wird mehr Strom produziert, als in den Gebäuden benötigt wird, kann dieser entsprechend dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für Anlagen bis 100 kWp ins Netz eingespeist und direkt an Dritte verkauft werden.

Hintergrund

Größere Anlagen mit über 100 kWp müssen ihren ins öffentliche Netz eingespeisten Strom an der Strombörse vermarkten. Diese Anlagen werden deshalb weiterhin von der ESWE Versorgungs AG errichtet und betrieben. Aktuell werden an zwei städtischen Standorten Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 335 kWp geplant, die rund 153 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

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