Solarstrom wird schon lange nicht mehr allein auf den Dächern von Ein- und Zweifamilienhäusern gewonnen. Viele Dächer bieten sich an, so auch an der IGS Kastellstraße.

Strom und Schatten liefert die neue Photovoltaikanlage, die Umweltdezernent Andreas Kowol am 29. März, an der IGS Kastellstraße vorstellte. „Die Solarmodule erfüllen eine Doppelfunktion. Sie verschatten das Treppenhaus der Schule, schützen es so vor Überhitzung und produzieren dabei klimaschonend Strom“, erklärte der Dezernent. Kowol nutzte auch die Gelegenheit, um das neu aufgelegte Förderprogramm „Solarstrom“ vorzustellen.

„Wer Strom von der eigenen Anlage nutzt, muss weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen und kann steigenden Strompreisen gelassen entgegen sehen.“ – Dr. Jutta-Maria Braun, Leiterin des Umweltamts Wiesbaden

Die Solarstromanlage, die in Kürze ans Netz angeschlossen wird, hat eine Leistung von rund 16 Kilowatt und soll mit 15.000 Kilowattstunden Strom für umgerechnet sechs Zwei-Personen-Haushalte liefern und damit acht Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparen. Die halbtransparenten Module lassen ausreichend Tageslicht ins Treppenhaus der Schule. Wenn draußen die Sonne scheint verhindern die Module aber auch, dass es im Treppenhaus zu heiß wird. Kowol betonte, dass dies eine „Klimaanlage“ im besten Sinne sei. Derartige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, mit häufigeren extremen Temperaturen, müssten zukünftig stärker genutzt werden.

Photovoltaik in Wiesbaden

Schuldezernent Axel Imholz erklärte, dass das städtische Schulamt diese Technik ausbauen wolle, um den CO2-Ausstoß zu senken. So werde in anstehenden Schulneubauten die Installation von Photovoltaikanlagen bereits geprüft. Momentan sind 19 solcher Anlagen an Wiesbadener Schulen verbaut, die von der ESWE Versorgungs AG und anderen Gesellschaften betrieben werden.

„Wir wollen damit den Ausbau der erneuerbaren Energien in Wiesbaden weiter vorantreiben.“ – Andreas Kowol, Umweltdezernent

Der Umweltdezernent setzt aber auch auf Solaranlagen im privaten Bereich. Daher bezuschusst die Stadt mit dem Förderprogramm Solarstrom ab sofort Investitionen von Gebäudeeigentümern und Mietern in Photovoltaikanlagen mit bis zu 1.250 Euro je Anlage.
Komponenten zur Anlagenüberwachung, zum Einspeisemanagement sowie Batteriespeicheranlagen sind ebenfalls förderfähig. ∆

 

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