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Simon Rottloff und Martin Michel

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen WICM-Führungskräfte

Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH (WICM) steht im Verdacht, bei Veranstaltungen im Rhein-Main Congress-Center (RMCC) unsachgemäße Sicherheitsleute eingesetzt und Leistungen falsch abgerechnet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Volker Watschounek 2 Wochen vor 0

Wer als Sicherheitsbeauftragter arbeiten möchte, muss zuverlässig, gesund und sprachlich kompetent sein und benötigt einen 34a-Schein, benannt nach der Gewerbeordnung. Die Staatsanwaltschaft prüft!

Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH (WICM) gerät in den Fokus der Ermittlungsbehörden. Betrugsvorwürfe, Sicherheitslücken und unkorrekte Abrechnungen bei Veranstaltungen im Rhein-Main Congress-Center (RMCC) bringen die Verantwortlichen in Bedrängnis. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Geschäftsführer Martin Michel und Prokurist Simon Rottloff wegen des Verdachts der Untreue.

Anforderungen an einen Mitarbeiter im Sicherheitsdienst

Wer als Sicherheitsbeauftragter arbeiten möchte, muss zuverlässig, gesund und sprachlich kompetent sein. Der 34a-Schein bildet die Basisqualifikation und beinhaltet sowohl eine 40-stündige Unterrichtung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK). Dabei werden grundlegende Kenntnisse im Bewachungsgewerbe vermittelt, darunter Rechtsgrundlagen, Umgang mit Menschen, Verhalten in Gefahrensituationen und Sicherheitstechnik. Erst danach haben die Teilnehmer die Legitimation, vielfältige Aufgaben im Sicherheitsdienst zu übernehmen. Dazu zählen unter anderem Objektbewachung, Personenschutz oder Veranstaltungssicherheit.

Sicherheitsmängel und Abrechnungsbetrug

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung setzt das von der WICM beauftragte Sicherheitsunternehmen wiederholt unqualifizierte Wachleute ein. Diese Wachleute arbeiteten teils mit den Identitäten anderer, zugelassener Sicherheitskräfte. Dadurch wurden Sicherheitsvorschriften missachtet und die Sicherheit der Veranstaltungsteilnehmer – zu denen beispielsweise auch Bundeskanzler Olaf Scholz zählte – gefährdet. Auch die Abrechnungen der erbrachten Leistungen weisen erhebliche Unstimmigkeiten auf, die zu Lasten der öffentlichen Hand gehen könnten.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Seit Juli 2023 ermittelt die Staatsanwaltschaft Wiesbaden gegen Michel und Rottloff. Die Vorwürfe wiegen schwer: wiederholte Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften und mutmaßliche Falschangaben in Abrechnungen. Dies könnte die Integrität der WICM nachhaltig beschädigen und das Vertrauen der Öffentlichkeit erschüttern.

CDU und FDP fordern Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende dazu auf, den Fall zur Chefsache zu machen. Aus der Stadtverordnetenversammlung!

Die politische Opposition im Wiesbadener Rathaus reagiert alarmiert. Die CDU-Rathausfraktion fordert am Montagmorgen entschlossene Maßnahmen von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. In einer Pressemitteilung heißt es: Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende muss die Sache sofort zur Chefsache erklären und die Sicherheit in Wiesbaden wieder gewährleisten. Diese Forderung kommt nicht überraschend-

Reaktionen der Beschuldigten

Martin Michel und Simon Rottloff äußern sich bisher nicht direkt zu den Vorwürfen. Stattdessen lassen sie sich von Anwälten vertreten. Die Anwälte betonen, dass erst einmal nur gegenüber der Staatsanwaltschaft Stellung beziehen. Dass entspricht jedoch nicht den Forderungen der Öffentlichkeit nach Transparenz und Verantwortungsübernahme.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Stadt Wiesbaden mit dem Skandal umgeht und welche Konsequenzen für die Verantwortlichen folgen. Damit steht keine fünf Jahre nach den Enthüllungen von Ewald Hetrodt das Vertrauen in die städtischen Institutionen erneut auf dem Spiel.

Bild oben @2024 Wiesbaden lebt! (aus Archivmaterial) 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.