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Innenminister Poseck, Finanzminister Lorz, Oberbürgermeister Mende und Baudezernent Kowol (v.r.n.l.) im Wiesbadener Rathaus.

Polizei rückt zusammen: Neuer Großstandort entsteht am Petersweg

Dies ist eine gemeinsame Presseerklärung des Hessischen Ministeriums der Finanzen, des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz und der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Monaten vor 0

Am Petersweg entsteht ein neuer Campus, der Wege verkürzt, Zusammenarbeit stärkt und Stadtentwicklung beeinflusst

Die Polizei in Wiesbaden bündelt seine Standorte. Was bislang im Stadtgebiet verteilt arbeitet, soll künftig an einem Ort wirken: im Gewerbegebiet Petersweg-Ost. Stadt und Land schaffen dafür Fakten. In dieser Woche beurkunden sie den Kaufvertrag über rund 24,5 Hektar Fläche. Der Preis liegt bei 52 Millionen Euro. Damit setzt das Land Hessen einen zentralen Baustein für einen neuen, zeitgemäßen Polizeistandort.

Kauf mit Signalwirkung

Finanzminister Alexander Lorz spricht von einem Meilenstein. Der Ankauf beende eine lange, komplexe Flächensuche und eröffne strategische Perspektiven. Kurze Wege, schnelle Abstimmungen und persönlicher Austausch sollen den Alltag der Beamten prägen. Sicherheit, so die politische Lesart, entsteht nicht nur auf der Straße, sondern auch durch funktionierende Strukturen.

Sicherheit braucht Nähe

Innenminister Roman Poseck betont die organisatorische Dimension. Die Bündelung der Polizeikräfte stärke Abläufe, beschleunige Kommunikation und verbessere die Einsatzfähigkeit. Der neue Standort am Petersweg steht damit nicht nur für Beton und Baupläne, sondern für ein Selbstverständnis: Polizei arbeitet vernetzt, modern und bürgernah.

Stadtentwicklung mit Nebenwirkungen

Auch Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sieht Chancen – und benennt Reibung. Die Konzentration der Landesbehörden schafft Spielräume im Innenbereich, etwa für Wohnen oder andere Nutzungen. Gleichzeitig verliert die Stadt Gewerbeflächen. Mende setzt daher auf Unterstützung des Landes bei der Ausweisung neuer Areale. Stadtentwicklung bleibt ein Balanceakt.

Wer zieht an den Petersweg?

Am neuen Standort sollen drei zentrale Einrichtungen Platz finden: das Hessische Polizeipräsidium für Technik, das Hessische Polizeipräsidium Einsatz sowie die Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit. Die Nähe soll Synergien fördern – in Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Technikentwicklung. Neue bauliche Konzepte versprechen funktionale Arbeitswelten, die heutige Anforderungen ernst nehmen.

Geduld ist Teil des Plans

Schnell geht es dennoch nicht. Die Umsetzung erfolgt in mehreren Abschnitten und reicht bis in die 2030er Jahre. Der Vertrag schafft zunächst die Voraussetzung für Planung und Struktur. Auf den derzeit unbebauten, als Gewerbegebiet ausgewiesenen Flächen entsteht Schritt für Schritt ein neuer Fixpunkt der hessischen Sicherheitsarchitektur.

Am Ende steht ein Projekt, das mehr ist als ein Umzug. Der Petersweg markiert einen strategischen Neubeginn – für die Polizei, für die Stadt und für die Frage, wie Sicherheit künftig organisiert sein will.

Symbolfoto ©2025 Volker Watschounek

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