Pfadfinder übergeben das Friedenslicht im Rathaus. Oberbürgermeister Mende spricht über Mut, Frieden und die Kraft kleiner Gesten.
Im Foyer vom Wiesbadener Rathaus wurde es am Mittwochvormittag ganz still, als Kinder verschiedener Pfadfinderverbände dort das Friedenslicht entzünden. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende empfing – ohne große Bühne, aber mit viel Aufmerksamkeit. Eine kleine Flamme wandert von Kerze zu Kerze und füllt den Raum mit einer Symbolik, die leiser wirkt als jede Rede, aber nachhaltiger brennt.
Mut statt Gleichgültigkeit
Mende spricht vom Mut, den Frieden braucht. Er nennt das diesjährige Motto der Aktion, Ein Funke Mut, und trifft damit den Nerv der Zeit. Kriege, Krisen und Polarisierung prägen die Nachrichten. Das Friedenslicht hält dagegen – nicht mit Parolen, sondern mit Präsenz. Es erinnert daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern täglich verteidigt, gepflegt und gelebt werden muss. Wer hinschaut, erkennt: Diese Flamme verlangt kein Pathos, sondern Haltung.
Eine Reise mit Geschichte
Seinen Ursprung nimmt das Friedenlicht jedes Jahr vor Weihnachten in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem. Ein Kind entzündet dort die Kerze – an einem Ort, der seit den Anfängen des Christentums als heilig gilt und zugleich bis heute von Konflikten geprägt ist (Wir berichteten). Von dort reist das Licht nach Wien. Am dritten Adventswochenende verteilt es sich weiter, getragen von Pfadfinderinnen und Pfadfindern, in fast alle europäischen Länder und bis in die USA.
Wiesbaden als Teil eines Netzes
Auch Wiesbaden gehört zu diesem Netzwerk aus Kerzen, Händen und Wegen. Kinder und Jugendliche tragen das Licht durch Städte, Gemeinden und Kirchen, in Rathäuser und Wohnzimmer. Sie bringen nicht nur eine Flamme, sondern eine Idee: Frieden beginnt im Kleinen, im Gespräch, im Zuhören, im Alltag. Vielleicht liegt genau darin seine Stärke.

Leise Geste, klare Botschaft
Das Friedenslicht flackert, aber es erlischt nicht. Im Rathaus steht es für einen Moment still – bevor es weiterzieht. Wiesbaden nimmt es entgegen und gibt es weiter. So funktioniert Hoffnung: nicht spektakulär, aber beharrlich.
Symbolfoto ©2025 LH Wiesbaden
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