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Diskussionen über Israel-Boykotte werfen Fragen zu Sicherheit, Kultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Europa auf.

Kritik an Israel-Boykott wächst in Deutschland

Die Debatte um Israel-Boykotte spitzt sich zu: Vom Eurovision Song Contest bis zur Wissenschaft warnt Uwe Becker vor gefährlichen Signalen. Kritik dürfe nicht in pauschale Ablehnung umschlagen, da dies gesellschaftliche Spannungen verschärfen und Antisemitismus indirekt stärken könne.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Monaten vor 0

Kritik an Israel-Boykotten, Sicherheitsinteressen, Rolle der Hamas sowie Folgen für Kultur, Wissenschaft und gesellschaftliches Klima in Europa.

„Vom Eurovision Song Contest (ESC) bis zu akademischen Resolutionen reicht derzeit ein gefährlicher Überbietungswettbewerb in israelbezogener Unmoral. Wer bei aller legitimen Kritik an politischen Handlungen israelischer Regierungen zu Boykotten des Landes aufruft, beweist seine völlige Ignoranz gegenüber den legitimen Sicherheitsinteressen des Landes und vergiftet das gesellschaftliche Klima auch bei uns. Es muss daher Schluss sein mit Boykottgerede gegenüber Israel, und wer das Land boykottieren will, sollte auch keine staatlichen Zuschüsse mehr erhalten.

Kritik an Israel-Boykottaufrufen

Keine Regierung der Welt hätte nach den barbarischen Angriffen der Terrororganisation Hamas anders als die israelische Regierung gehandelt, und jede Bevölkerung der Welt hätte nach einem 7. Oktober von der eigenen Regierung die Beendigung von Terror erwartet. Aus den wohltemperierten Wohnzimmern westlicher Salons heraus lässt sich leicht über Staaten richten, deren Existenz vom täglichen Verteidigungskampf abhängig ist. Wer Israel boykottiert, spricht dem Land das Recht auf Selbstverteidigung ab und geht gleichzeitig jenen auf den Leim, die über ihren Israelhass das Klima gegenüber jüdischem Leben in Europa weiter vergiften wollen“, erklärte heute der Hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker.

Warnung vor Folgen für Kultur und Wissenschaft

„Wer heute den ESC oder die Zusammenarbeit mit israelischen Hochschulen boykottiert, wird morgen nicht zurückkehren können. Denn der Terror gegen Israel wird leider noch lange anhalten, und das Land wird sich daher auch weiterhin selbst verteidigen müssen. Die Blindheit gegenüber der existenziellen Bedrohung Israels gerade in Kunst, Kultur und Wissenschaft ist ein leichter Anknüpfungspunkt für den israelbezogenen Judenhass. Denn extremistische Gruppen nutzen diese Mischung aus Unwissenheit und moralisch empfundener Überlegenheit aus, um Hass und Hetze auf Israel zu projizieren und damit jüdisches Leben bei uns in Deutschland und Europa angreifen zu können. Wer zum Israelboykott aufruft, macht gewollt oder ungewollt das Geschäft der Antisemiten“, erklärte Uwe Becker abschließend.

Foto – Europaminister Manfred Pentz ©2025 Paul Schneider / Hessische Staatskanzlei

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Mehr Informationen auf der Internetseite der Staatskanzlei.

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