Ernst Szebedits und Dorothea Angor waren die Vorsitzenden des ersten Kulturbeirats – und sind die Vorsitzenden vom neuen Kulturbeirat.

Die Sitzung begann mit einem Update zum Thema Haushalt durch den Kämmerer  und Kulturdezernenten der Stadt, Axel Imholz. Ernst Szebedits, erneut gewählter Vorsitzender, begrüßte das positive Signal.

„Die Kultur darf jetzt unter keinen Umständen unter die Räder kommen. Es ist gut zu hören, dass die veranschlagten Mittel, wie vom Kulturbeirat gefordert, beibehalten werden sollen.“Ernst Szebedits, Vorsitzender im Kulturbeirat

Zentrales Thema der Sitzung war der Kulturentwicklungsplan. Vorgestellt wurden Schwerpunkte aus dem Entwurf, der sich derzeit in der finalen Abstimmung mit den Gremien befindet. Kulturdezernent Imholz wies noch einmal deutlich auf die Prozesshaftigkeit und Dynamik der Kulturentwicklungsplanung hin: Eher ein Auftakt – in Bewegung, wie eben auch Wiesbadens Kulturlandschaft. Szebedits bekräftigte dieses Stimmungsbild und zeigte sich zufrieden mit der Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur externen Begleitung des Kulturentwicklungsplans und den Vertretern des Kulturbeirats.

„Wiesbadens Kultur braucht ein langfristiges Konzept, um mehr Sichtbarkeit zu erhalten. Wir haben uns hier auf einen produktiven Weg gemacht, ein guter Plan ist aber nur der erste Schritt. “ Ernst Szebedits, Vorsitzender im Kulturbeirat

Susanne Müller, Spartenvertreterin Darstellenden Künste im Beirat, berichtete von einem Treffen Räume für Kultur auf Einladung von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Kulturdezernent Imholz. Die extrem angespannte Raumproblematik für Kulturschaffende unter Corona hatte sie hier aktiv werden lassen. Unter den Mitgliedern herrscht Einvernehmen, dass das Thema Räume für Kultur unter Pandemiebedingungen noch einmal verschärft offensichtlich geworden ist und man sich der Raumfrage im Beirat auch langfristig weiter widmen will.

„Natürlich brauchen die Kulturschaffenden in Wiesbaden flexible Unterstützung und es braucht die Bereitschaft seitens der Stadt, Popup Nutzungen unkompliziert zu ermöglichen.“ – Dorothea Angor, stellvertretende Beiratsvorsitzende

Die Sitzung wurde mit dem Thema Corona beendet. Gerhard Schulz, im Beirat als IHK-Entsandter, vermeldete über 200 Bewerbungen für das vom Schlachthof initiierte CoronArts-Festival. Er bemerkte aber auch, dass das großartige Interesse auch zeige, wie groß die Not ist. Der Beirat hatte sich im Mai dieses Jahres dafür ausgesprochen, dass Mittel, die für ein Folklore-Nachfolger-Festival bereitgestellt worden waren, diesem Format gewidmet werden sollten. Grundidee ist es,  dass Kulturschaffenden Gagen im Vorhinein ausgezahlt werden dürfen, in Zeiten in denen andere Einnahmen oft ausbleiben, weil die Auftrittsmöglichkeiten fehlen. Die Auftritte der Künstler im Rahmen von CoronArts werden allerdings erst in für Liveperformances sichereren Zeiten erfolgen. Der Kulturbeirat beschloss zudem, sich dem Thema Kultur unter Corona-Bedingungen intensiv in einer Sonderberatung noch in diesem Jahr widmen zu wollen.

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Die offizielle Internetseite von Wiesbadens Kulturbeirat finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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