Fermentiertes Gemüse liefert lebendige Bakterienkulturen. Diese sorgen für eine gesunde Darmflora und stärken die Abwehrkräfte – und so werden wir robust gegen Krankheiten.

Karen Schewina und Birte Friebel erläutern im Umweltladen am Donnerstag die genaue Vorgehensweise beim Fermentieren. In ihrem Vortrag erklären sie alles, zeigen wie es geht und reichen Kostproben von milchsauer vergorenem Gemüse. Eine kostenlose Kurz-Anleitung zum Mitnehmen erleichtert die anschließende Umsetzung zu Hause.

Fermentieren, kurz gefasst

Fermentieren – Gemüse klimafreundlich haltbar machen
Wann: Donnerstag, 31. Januar 2019, 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr
Wo: Umweltladen, Luisenstraße 19, 65185 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Kosten: k. A.

Um Anmeldungen im Umweltladen wird gebeten unter Telefon (0611) 31 36 00 

Beim Fermentieren erhalten Mohrrüben, Roter Bete oder weißer Rettich eine ganz neue Bedeutung. Und fermentiertes Gemüse kann nicht nur dabei helfen die Umwelt zu schonen. Seit Jahrhunderten ist die Heilkraft von rohem fermentiertem Gemüse in vielen Kulturen auf der Welt bekannt – und das schätzen wieder immer mehr Menschen. Das Wissen dafür hautnah aufzusaugen können Wiesbadener auch in Lehrküche der Sophie-und-Hans-Scholl-Schule Wiesbaden. Schewina und Friebelbieten dort unter dem Titel Fermentieren – Gemüse klimafreundlich haltbar machen am 12. und 18. Februar von 18.30 bis 20.30 Uhr zum Preis von 20 Euro Workshops zum ausprobieren an.

Nachhaltige Ernährungs- und Lebensmittelpraktiken

Ernährung und Klimaschutz hängen eng zusammen. Inzwischen gehen rund ein Fünftel der durch Menschen verursachten Treibhausgase in Deutschland auf das Konto der Ernährung. Wer regionale Bio-Lebensmittel der Saison bevorzugt, schont unser Klima. Beim Fermentieren können insbesondere Gemüse und Obst durch natürliche Milchsäuregärung haltbar gemacht werden. Dies ermöglicht Vorratsschätze selbst herzustellen und saisonales Bio-Gemüse oder -Obst aus der Region rund ums Jahr klimafreundlich und ohne künstliche Zusatzstoffe zu genießen. Das Haltbarmachen von Lebensmitteln durch Konservierungs-methoden wie Einmachen, Trocknen, Räuchern und Fermentieren spielt eine zentrale Rolle, wenn es um nachhaltige Ernährungs- und Lebensmittelpraktiken geht.

Klimawandel ist nicht witzig

Noch bis zum 28. März zeigt der Umweltladen in seiner Ausstellung Klimawandel ist nicht witzig auf über 30 Karikaturen von Gerhard Mester die Folgen des Klimawandels, die global betrachtet längst nicht mehr zu übersehen sind und voraussichtlich in naher Zukunft extremer ausfallen werden – auch bei uns. Die Zeichnungen des erfahrenen Karikaturisten zeigen auf humorvolle Weise: Die Auswirkungen der Erderwärmung sind alles andere als witzig. Zudem wird der in unserem Alltag meist kaum wahrnehmbare Klimawandel in der Ausstellung an Mitmach-Stationen des Fachzentrums Klimawandel und Anpassung am Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) greifbar und erfahrbar.

Die Ausstellung kann montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr im Umweltladen besichtigt werden. (Foto: Maja Dumat / CC-BY-SA 2.0 / Flickr)

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