Trotz teils zweistelliger Höchsttemperaturen im Oktober ist der Winterdienst auf Hessens Straßen am Mittwoch gestartet.

Die Corona-Pandemie stellt den Winterdienst im Land unter besondere Vorzeichen. Wie sich der Verkehr in den nächsten Monaten entwickelt– speziell durch den Lockdown –, ist noch nicht abzusehen. Aktuell verzeichnet Hessen Mobil auf den Autobahnen im Rhein-Main-Gebiet etwa zehn Prozent weniger Verkehr als vor dem Ausbruch der Pandemie, wobei der Schwerverkehr fast unverändert geblieben ist.

Gesundheit geht vor

Die Pandemie stellt auch den Winterdienst vor neue Herausforderungen. Um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten und zugleich alle notwendigen Vorkehrungen für die Gesundheit der Mitarbeiter zu treffen, hat Hessen Mobil in der Saison 2020/21 seine Arbeitsprozesse angepasst. In den Straßenmeistereien werden Arbeitsgruppen gebildet, ihre unterschiedlichen Arbeitszeiten reduzieren die Kontakte unter den Beschäftigten.

Vorausschauende Planung

Wir sind jedenfalls auf alle Szenarien vorbereitet, und wie jedes Jahr sind alle unsere Salzlager gefüllt, sagt Professor Gerd Riegelhuth, zum derzeitigen Einbruch der Temoperaturen. Mit rund 1450 Winterdienstkräften und mit etwa 500 Fahrzeugen ist Hessen Mobil im Einsatz. Als weiteren Service haben wir seit dem 1. November unseren Salzticker auf mobil.hessen.de online, so
Riegelhuth weiter.

Autobahn GmbH übernimmt

Ab 1. Januar 2021 gibt Hessen Mobil seine Zuständigkeit für die Autobahnen an die bundeseigene Autobahn GmbH ab. Auch danach gilt es, rund 15200 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraße in Hessen frei von Eis und Schnee zu halten. Der Präsident von Hessen Mobil ist sich sicher: Die Übergabe der Autobahnzuständigkeit werden die Bürger kaum spüren, da wir seit Monaten an einem reibungslosen Übergang arbeiten.“

Nachhaltigkeit beim Salzstreuen

Erneut setzt Hessen Mobil auf vorausschauenden Winterdienst. Je rechtzeitiger wir streuen, desto weniger Salz wird benötigt. Das schont die Umwelt und erhöht die Verkehrssicherheit, sagt Präsident Riegelhuth. Um möglichst wenig Salz zu verbrauchen, nutzt Hessen Mobil eine computergesteuerte Streutechnik sowie hoch wirksames Feuchtsalz, das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Pro Quadratmeter genügt ein Teelöffel.

Extremwetter wie Starkregenereignisse

Im vergangenen Winter kam es zu verhältnismäßig wenigen Einsätzen. Wurden im Rekordwinter 2009/2010 rund 210000 Tonnen gestreut, waren es 2019/20 nur etwa 50000 Tonnen. Ein genereller Trend ist jedoch nicht abzulesen. Jeder Winter ist anders, so Riegelhuth. Die Auswirkungen des
Klimawandels werden sich Berechnungen zufolge erst Mitte des Jahrhunderts auf unseren Straßen bemerkbar machen. Doch wir gehen davon aus, dass Extremwetter wie Starkregenereignisse unsere Straßenmeistereien schon in naher Zukunft stärker beschäftigen werden.

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Die offizielle Internetseite von Hessen mobil finden Sie online unter mobil.hessen.de.

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