Sauber, leise und klimafreundlich bewegen sich Autos durch Wiesbaden. Das soll schon bald zur Selbstverständlichkeit werden. Die Landeshauptstadt stellt aktuell unter der Leitung des Umweltamts die Weichen für ein wegweisendes Elektromobilitätskonzept. Partner ist die ESWE Versorgungs AG.

Das Elektrokonzept soll einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen von Wiesbaden leisten und den Gehalt an giftigen Luftschadstoffen wie Stickstoffdioxid und Feinstaub, aber auch den Verkehrslärm, verringern. Weitere Ziele sind der bedarfsgerechte Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie die Förderung der nachhaltigen Mobilität durch entsprechende Anreize.

„Mit knapp 25 Prozent hat der Verkehr einen erheblichen Anteil an den CO2-Emissionen der Landeshauptstadt Wiesbaden in Höhe von rund 2.8 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2014“, Arno Goßmann, Bürgermeister und Umweltdezernent

Während in Wiesbaden bei den groß emittenten Haushalte und Wirtschaft zwischen 1990 und 2014 Emissionsrückgänge um 22 und 17 Prozent zu verzeichnen waren, sind die CO2-Emissionen im Verkehr sogar um sechs Prozent gestiegen. Die Stadt setze daher verstärkt auf ein Elektromobilitätskonzept und möchte damit einen konkreten Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Landeshauptstadt leisten.

135.000 PKWs und 70.000 Pendler täglich

In Wiesbaden sind mehr als 155.000 Kraftfahrzeuge gemeldet, davon sind ca. 135.000 Pkw. Neben diesem Fahrzeugbestand finden erhebliche Pendlerbewegungen statt: So sind mit Stand Juni 2015 täglich mehr als 70.000 Pendler nach Wiesbaden eingependelt und mehr als 45.000 ausgependelt.

In einem Elektromobilitätskonzept für Wiesbaden müssen die aktuellen technischen Möglichkeiten und die zukünftigen Entwicklungen Berücksichtigung finden“, erläutert Jörg Höhler, Vorstandsmitglied der ESWE Versorgungs AG. Der Wiesbadener Energiedienstleister setzt seit 2011 auf Elektrofahrzeuge im eigenen Fuhrpark und eröffnete im Januar des gleichen Jahres Wiesbadens eine erste Strom-Tankstelle. Als zentraler Baustein des Projekts wird ein Ladeinfrastrukturkonzept erarbeitet, das am prognostizierten Bedarf der nächsten fünf bis 15 Jahren ausgerichtet sein soll.

Schlüsselstelle Ladestation

Weitere Bausteine sind ein Grundkonzept mit Zielen zur Elektromobilisierung, Bürgerbeteiligung, die Erarbeitung eines einheitlichen und transparenten Antrags- und Genehmigungsverfahrens für Betreiber von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Privilegierung von Elektrofahrzeugen in einem ergebnisoffenen Prozess. Die ESWE Versorgungs AG wird als zentraler Akteur in den Erarbeitungsprozess eingebunden.

„Für die Erarbeitung des Elektromobilitätskonzeptes sind zwölf Monate eingeplant. In den ersten drei Monaten wird das Grundkonzept mit Zielen zur Elektromobilisierung erstellt, die Bürgerbeteiligung wird über die gesamte Laufzeit der Erarbeitung erfolgen.“ – Arno Goßmann, Bürgermeister und Umweltdezernent

Beim Bundesministerium für Verkehr wurde in einem ersten Schritt bereits ein Förderantrag für kommunale Elektromobilitätskonzepte eingereicht. Unmittelbar nach einer Zusage wird die Ausschreibung für die Konzeptbearbeitung beginnen. Die Projektleitung liegt bei Dr. Christiane Döll im Umweltamt.

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