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Warnstreike in Wiesbaden, Hunderte ziehen den Gustav-Stresemann-Ring in Richtung Berliner Straße.

Verdi-Warnstreik: Mehr als 1100 Menschen in Wiesbaden

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst verschärft sich, die Gewerkschaften weiten ihre Warnstreiks aus. Aus allen Branchen waren weit über 1000 Menschen heute in Wiesbaden auf die Straße gegangen, so viele wie lange nicht mehr.

Volker Watschounek 1 Jahr vor 0

Verdi hatte 1100 Personen angemeldet. Beim nicht Enden wollendem Tross sprach mancher von 1400. Die Polizei zählte grob 1200. So viele haben schon lange nicht mehr an einem Warnstreik teilgenommen.

Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag? riefen die Streikenden auf dem Gustav-Stresemann-Ring in Richtung Statistisches Bundesamt; durch die Frankfurter Straße … Deutlich mehr als 1000 Angestellte von ESWE Verkehr, der ELW, dem Statischen Bundesamt – Erzieher, Busfahrer, Pflegekräfte waren am Mittwoch dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt, um den Forderungen nach 10,5 Prozent und mindestens 500 Euro mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Zusammen protestierten sie bei der Abschlusskundgebung zum Warnstreik vor dem Rathaus für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.

„Es gebe kein Fachkräftemangel im Öffentlichen Dienst, sagt Karin Wegel, Verhandlungsführerin des Kommunalen Arbeitgeberverbandes. Das hört sich für mich an wie blanker Hohn. Wir bei ESWE Verkehr können das nicht bestätigen. Hier führt Personalmangel zu Dienstplanänderungen, das erhöht den Krankenstand, was wiederum zu mehr Überstunden führt. Und so geht die Spirale immer weiter.“ 

Es fehlten Fachkräfte? Dann sollten wir für zwei arbeiten, hieße es aus den Chefetagen. Das Geld reiche nicht dazu, eine Wohnung in der Stadt zu finanzieren. Dann sollte man aufs Land ziehen, sagte eine Klinik-Mitarbeiterin während der Kundgebung. Es geht hier nicht nur um mehr Lohn, es geht um den Erhalt des öffentlichen Dienstes, betonte Anja Golder von Verdi.

„Es kann nicht angehen, dass die Leute da oben sich weiter die Taschen vollmachen, euch die Nase lang machen und ihr weiter für einen Hungerlohn arbeitet, die Miete nicht bezahlen könnt und nicht wisst, wie ihr noch etwas für die Rente beiseitelegen sollt.“

Eine stufenweise Erhöhung der Löhne von drei Prozent Ende 2023; dann noch einmal zwei Prozent Mitte 2024, und das bei einer Laufzeit von 27 Monaten. Ergänzend dazu eine Inflationsausgleichsprämie in zwei Raten. Das sei zu wenig, hören wir auf der Kundgebung. Das sei in keiner Weise annehmbar, weshalb man weiter für einen gerechten Lohn kämpfen wolle, hören wir weiter.  Die Worte sind deutlich. Weil es im Tarifkonflikt immer noch keine Lösung gibt, sei die Streikbereitschaft enorm gewachsen. Der Arbeitskampf hinterlasse bei den Arbeitgebern einen deutlichen Eindruck – und weggucken werde man sich nicht. Angst vor dem nächsten Schritt haben wenige. Einige rechnen fest mit einer baldigen Urabstimmung – und einem unbefristeten Streik.

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Foto oben ©2023 Volker Watschounek

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Die Internetseite von Verdi finden Sie unter

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.