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Warnstreik: Das Streikfeuer lodert vor dem Betriebshof von ESWE verkehr

ESWE Verkehr wird am Freitag bestreikt

Ein Warnstreik bei ESWE Verkehr legt am Freitag weite Teile des Wiesbadener Busverkehrs lahm. Die meisten Linien entfallen, WiMobil stoppt den Betrieb. Nur wenige Verbindungen rollen am 20. Februar weiter. Pendler müssen umplanen – und Geduld mitbringen.

Sigi Strassenheld, neuer Mitarbeiter bei Wiesbaden lebt! Sigi Strassenheld 2 Monaten vor 0

Warnstreik bei ESWE Verkehr: Am Freitag fahren die meisten Busse nicht. Fahrgäste in Wiesbaden müssen mit massiven Einschränkungen rechnen.

Wer am Freitag in Wiesbaden mit dem Bus zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt fahren will, braucht Geduld – und am besten einen Plan B. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten von ESWE Verkehr zu einem Warnstreik auf. Der Streik beginnt mit Betriebsstart gegen 3 Uhr und dauert voraussichtlich bis zum Betriebsende in der Nacht auf Samstag. Der öffentliche Nahverkehr kommt damit weite Teile des Tages nahezu zum Erliegen.

Busse bleiben im Depot

Die meisten von ESWE Verkehr betriebenen Linien entfallen vollständig. Fahrer legen ihre Arbeit nieder, Werkstätten bleiben geschlossen, Disponenten koordinieren nur das Nötigste. Auch das On-Demand-Angebot WiMobil stellt den Betrieb ein. Buchungen sind am Freitag nicht möglich. Wer sich sonst spontan per App ein Fahrzeug bestellt, steht vor verschlossenen digitalen Türen.

Der Warnstreik zeigt Wirkung. Er zwingt Pendler, Alternativen zu suchen. Viele steigen auf das Fahrrad um, bilden Fahrgemeinschaften oder wechseln in die S-Bahn. Andere verschieben Termine oder arbeiten von zu Hause. Der Streik greift tief in den Alltag ein – genau das ist sein Ziel.

Was noch fährt – und wohin

Ganz ohne Bewegung bleibt die Stadt allerdings nicht. Die Linien 5, 28, 39 und 46, die Partnerunternehmen betreiben, verkehren planmäßig – zumindest nach aktuellem Stand. Auch Regionalbusse rollen weiter durch Wiesbaden. Dennoch können auch hier Verzögerungen auftreten, weil sich Fahrgastströme verschieben.

Die Gemeinschaftslinien 6 und 33 fahren aus Mainz kommend bis zum Bahnhof Wiesbaden Ost. Dort besteht Anschluss an die S-Bahn. Anschließend wenden die Busse und fahren zurück Richtung Mainz. Die Linie 74 verkehrt vereinzelt und startet beziehungsweise endet während des Streiks an der Haltestelle „Friedrich-Bergius-Straße“.

Arbeitskampf mit Signalwirkung

Ein Warnstreik dauert kurz, sendet aber ein deutliches Signal. Ver.di erhöht damit den Druck in laufenden Tarifverhandlungen. Die Beschäftigten fordern bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung. Der öffentliche Nahverkehr steht bundesweit unter Spannung: steigende Kosten, Fachkräftemangel, wachsende Erwartungen der Politik. Der Streik bei ESWE Verkehr reiht sich in eine Serie ähnlicher Aktionen ein.

Für Wiesbaden bedeutet das: früh informieren, Wege neu denken, Zeit einplanen. Der Freitag wird zeigen, wie robust das Mobilitätssystem der Stadt wirklich ist – und wie sehr es auf jeden einzelnen Bus angewiesen bleibt.

Archivfoto – Streik, Tor in der Gartenfeldstraße © 2020 Volker Watschounek 

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