Die Lebensqualität der Betroffenen ist durch den Juckreiz erheblich eingeschränkt: Nicht nur das Sozialleben, auch Schlafqualität, Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nehmen ab. 

Jeder vierte leidet mindestens einmal im Leben an einer Nesselsucht. Intensive Rötungen, Quaddeln, Hautschwellungen und starker Juckreiz – das sind typische Symptome dieser unangenehmen Hauterkrankung. Prof. Dr. Christiane Bayerl, Chefärztin der Klinik für Dermatologie und Allergologie an den Helios HSK Wiesbaden, hält für Betroffene und Interessierte einen Online-Vortrag über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Nesselsucht .

Helios HSK Wiesbaden, kurz gefasst

Online-VortragNesselsucht (Urtikaria) – Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten“
Wann: Donnerstag, den 24. Februar 2022, 17:00 Uhr
Wo: online und kostenlos

Anmeldung über die Webseite www.helios-hsk.de

Unterschieden werden zwei große Hauptgruppen: die spontane und die induzierbare Nesselsucht; daneben gibt es noch seltene Formen. Eine spontane Nesselsucht ist immer Ausdruck einer überschießenden Immunreaktion, die vorübergehend durch Triggerfaktoren wie Medikamente, Infekte oder Pseudoallergene verstärkt wird und bestimmte Immunzellen (Mastzellen) reizt. Man findet dann in der Laborbestimmung Marker, die die Autoimmunität/Autoallergie belegen. Bei der induzierbaren Urtikaria ist der Auslöser in der Patientengeschichte gut zu finden: physikalische Reize wie Kälte, Wärme, Vibration, Druck, Wasserkontakt, UV-Strahlung aber auch Anstrengung und gleichzeitige Aufnahme von Weizen sowie Kontaktstoffe (z.B. Brennessel, Latex) können Ursache für die Formen der induzierbaren Nesselsucht sein.

In den Griff bekommen

Sicher ist die Beteiligung von Mastzellen, die aufgrund einer Reizung entzündungsfördernde Botenstoffe ausschütten. Dazu zählt vor allem das Gewebshormon Histamin und weitere Botenstoffe. Zur Behandlung gehört die Vermeidung der Triggerfaktoren und die Anwendung eines Stufenschemas: Dreiviertel der Urtikariaformen lassen sich mit Antihistaminika, gegebenenfalls bis zur vierfachen Dosis in den Griff bekommen. Danach erst folgt die Stufe der immumodulierenden Therapien, Antikörpertherapien und immununterdrückenden Therapien. Dagegen gehört Kortison nicht in das Behandlungsschema einer chronischen, also länger als sechs Wochen bestehenden Nesselsucht.

Behandlungsmöglichkeiten

Prof. Dr. Christiane Bayerl erläutert in ihrem Vortrag die Triggerfaktoren und die autoimmune/autoallergische Grundlage der Nesselsucht und stellt aktuelle Empfehlungen aus den Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zur Behandlung der Erkrankung vor.

Bild oben ©2022 HSK Kliniken

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Die offizielle Internetseite der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden finden Sie unter www.helios-gesundheit.de.

 

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