Unverträglichkeiten: Expertinnen erklären wie Ernährung wirkt und was wirklich hinter Bauchbeschwerden steckt.
Es beginnt oft harmlos. Ein Teller Pasta, ein Glas Milch, ein Stück Obst – und kurz darauf zieht ein dumpfer Schmerz durch den Bauch. Blähungen, Müdigkeit, ein Gefühl, als hätte der Körper den inneren Dialog verweigert. Etwa 20 Prozent der Deutschen kennen das: Beschwerden nach dem Essen, deren Ursache sich nicht leicht erklären lässt. Doch was steckt dahinter – Allergie, Intoleranz oder einfach Stress?
Verständliche Medizin, kurz gefasst
Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Ein gutes Bauchgefühl
Wann: Mittwoch, 3. Dezember 2025, ab 17:30 Uhr
Wo: Rathaus, Stadtverordnetensitzungssaal, Schloßplatz 6, 65183 Wiesbaden
Eintritt: frei
Die Vortragsreihe „Verständliche Medizin“ geht dieser Frage auf den Grund. Unter dem Titel „Ein gutes Bauchgefühl – Nahrungsmittelunverträglichkeiten verstehen“ laden das Gesundheitsamt Wiesbaden und der Praxisverbund Wiesbaden e. V. am Mittwoch, 3. Dezember, von 17.30 bis 19.30 Uhr in den Stadtverordnetensitzungssaal im Rathaus Wiesbaden ein.
Der Abend bietet fundierte Informationen – und ein Versprechen: Medizin, die man versteht.
Was der Körper nicht verdauen kann
Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehören zu den stillen Volksleiden. Sie unterscheiden sich von klassischen Allergien, auch wenn sie ähnliche Symptome auslösen. Während bei Allergien das Immunsystem überreagiert, liegt bei Intoleranzen eine Störung der Verdauung vor: Der Körper kann bestimmte Nahrungsbestandteile nicht vollständig abbauen.
Beispiele sind Laktoseintoleranz – die Unverträglichkeit von Milchzucker – oder Fruktosemalabsorption, bei der Fruchtzucker schlecht vertragen wird.
Die Folge: Beschwerden treten oft erst Stunden nach dem Essen auf, und das Bauchgefühl gerät aus dem Gleichgewicht. Betroffene kämpfen mit Blähungen, Krämpfen, Durchfällen oder Erschöpfung – Symptome, die sich leicht verdrängen, aber schwer ignorieren lassen.
Die Referentinnen und ihre Themen:
Die Ernährungswissenschaftlerin und Diabetesberaterin Caroline Hehner widmet sich dem Thema „Ernährung bei metabolischem Syndrom und Fettlebererkrankung“ und beleuchtet, wie Betroffene durch die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Ernährung zahlreiche Risikofaktoren reduzieren können.
Dr. med. Hanan Adib-Tezer geht unter dem Titel „Nahrungsmittelallergien: Neue und versteckte Allergene im Anmarsch“, den Auslösern von Unverträglichkeiten auf den Grund und zeigt den Besucherinnen und Besuchern, wie sie diese erkennen.
Die Reihe Verständliche Medizin will genau hier ansetzen: Sie übersetzt komplexe Zusammenhänge in klar verständliche Worte.
Die Ernährungswissenschaftlerin und Diabetesberaterin Caroline Hehner spricht über Ernährung bei metabolischem Syndrom und Fettlebererkrankung. Sie zeigt, wie Betroffene durch bewusste Ernährung ihr Wohlbefinden stärken und gesundheitliche Risiken senken können.
Dr. med. Hanan Adib-Tezer wirft einen Blick auf „Neue und versteckte Allergene im Anmarsch“. Sie erklärt, warum der Körper plötzlich auf Lebensmittel reagiert, die jahrelang gut vertragen wurden – und welche Rolle veränderte Ernährungsgewohnheiten dabei spielen.
Den roten Faden hält Prof. Dr. med. Franz-Josef Prott vom Praxisverbund Wiesbaden e. V. in der Hand. Er führt durch das Programm, ordnet die Erkenntnisse ein und moderiert die anschließende Fragerunde – eine Gelegenheit, ganz individuelle Anliegen anzusprechen.
Foto – Das Knie schmerzt ©2025 AI-generiert / Wiesbaden lebt!
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