Das Stadtteilfest Schelmengraben sammelt 1.752 Euro für das Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden – und setzt ein starkes Zeichen für Kinderrechte.
Der Sommer im Schelmengraben ist längst verklungen. Die Stände sind abgebaut, die Musik verstummt, der Alltag hat den Stadtteil wieder eingeholt. Doch was vom Stadtteilfest bleibt, wirkt weiter. Jetzt, Monate nach dem Fest, verteilt das Organisationsteam den Erlös – und setzt damit ein bewusstes Zeichen für Kinderrechte und gesellschaftliche Verantwortung.
Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden
Das Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden bietet seit mehr als 30 Jahren jungen Menschen einen geschützten Raum. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre greifen hier zum Hörer, wenn Gespräche zu Hause fehlen oder Sorgen zu groß werden. Über 50 ehrenamtliche Berater hören zu, fragen nach, bleiben dran. Sie begleiten bei familiären Konflikten, bei Mobbing, Liebeskummer oder Unsicherheit – und sie bleiben erreichbar, wenn Themen wie Essstörungen, Suizidgedanken oder sexualisierte Gewalt ausgesprochen werden wollen. Mehr als 5.500 Anrufe pro Jahr zeigen, wie notwendig dieses Angebot bleibt.
1.752 Euro, gesammelt beim Stadtteilfest Schelmengraben, gehen an das Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden e. V. Die Übergabe findet im Jugendcafé des Stadtteilzentrums statt. Kein großes Zeremoniell, aber ein Moment mit Gewicht.
Das Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden bietet seit mehr als 30 Jahren jungen Menschen einen geschützten Raum. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre greifen hier zum Hörer, wenn Gespräche zu Hause fehlen oder Sorgen zu groß werden. Über 50 ehrenamtliche Berater hören zu, fragen nach, bleiben dran. Sie begleiten bei familiären Konflikten, bei Mobbing, Liebeskummer oder Unsicherheit – und sie bleiben erreichbar, wenn Themen wie Essstörungen, Suizidgedanken oder sexualisierte Gewalt ausgesprochen werden wollen. Mehr als 5.500 Anrufe pro Jahr zeigen, wie notwendig dieses Angebot bleibt.
Ein Motto mit Konsequenzen
Das Stadtteilfest stand im Sommer unter dem Motto Kinderrechte. Diese Überschrift war nicht dekorativ, sie wirkt nach. Das Festkomitee entscheidet bewusst, den Erlös gezielt an das Kinder- und Jugendtelefon zu geben. Die Einnahmen stammen aus vielen kleinen Beiträgen: aus Essensständen der Frauengruppen der Arbeitsgemeinschaft Schelmengraben, aus dem Kuchenverkauf der Gärtnergruppe und aus alkoholfreien Cocktails, gemixt vom Jugendzentrum. Viele Hände, ein gemeinsames Ziel.
Politik ordnet ein
Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher bringt die Bedeutung auf den Punkt: „Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie gehört werden – vertraulich, niedrigschwellig und ohne Angst vor Bewertung.“ Das Kinder- und Jugendtelefon erfülle genau diese Aufgabe. Dass der Erlös eines Stadtteilfests dieses Engagement stärke, zeige, wie lebendig Zusammenhalt im Schelmengraben gelebt werde – nicht nur im Sommer, sondern darüber hinaus.
Ein Fest endet – Verantwortung nicht
Das Stadtteilfest gehört seit Jahren fest zum Kalender des Quartiers. Es bringt Generationen zusammen, schafft Begegnung und verfolgt dabei stets einen sozialen Zweck. Jedes Jahr profitiert eine Initiative, die über den Stadtteil hinaus wirkt. Dass nun das Kinder- und Jugendtelefon unterstützt wird, passt. Denn Feiern darf laut sein. Hilfe wirkt oft leise – aber nachhaltig.
Foto – Spendenübergabe im Stadtteilzentrum Schelmengraben (v.l.n.r.): Conny Schneider (Arbeitsgemeinschaft Schelmengraben e. V.), Katharina Grau und Karen Fietkau (Kinder- und Jugendtelefon Wiesbaden e.V.), Lisa Martin (Stadtteilbüro BauHausWerkstätten), Christoph Rath (Stadtteilzentrum Schelmengraben). ©2025 LH-Wiesbaden
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