In Bremen gilt ein Mindestabstand von 2 Meter zwischen den einzelnen Tischen, in anderen Ländern sind es 1,50 Meter. Die Zahl der bewirteten Gäste ist höher als in Hessen. Und das ist erlaubt. Es gilt die Fünf-Quadratmeter-Regel

In Mainz haben Gaststättenbetreiber leichtes Spiel. Für die Gäste: Mit Maske geht es rein ins Lokal. Nachdem man seinen Oktav erreicht hat, darf man sie abnehmen. Nur das das Servicepersonal muss eine Maske tragen. An der Theke darf niemand Platz nehmen. Zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr ist Sperrstunde. Klingt erst einmal so, wie in Wiesbaden. Auf dem zweiten Blick wird der Unterschied deutlich. Auf einer Fläche von 150 Quadratmeter tummeln sich gut 50 Personen. Vielleicht sogar ein paar mehr. Die Fünf-Quadratmeter-Regel kennen die Gastwirte aus Rheinland Pfalz nur vom Hörensagen. Ganz anders in Wiesbaden. Bei einer Fläche von 150 Quadratmetern dürfen maximal 30 Personen die Gaststätte oder das Restaurant betreten. Manchem Gastronomen ist das zu wenig. Wirtschaftlich nicht rentabel. So bleibt etwa das unter Studenten beliebte Heaven aktuell noch geschlossen.

„Die hessische Sonderregelung geht deutlich über die in den anderen Bundesländern geltenden Regeln hinaus. Meine Kollegen und ich haben uns ja die Bedenken unserer Gastronomen angehört und versuchen nun, schnell und formlos zu helfen.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Gerade mit Blick nach Mainz, aber auch mit Blick nach Nordrhein Westfalen oder Niedersachsen zeigt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zeigt Verständnis für Wiesbadens Gastronomen und deren Kritik an der hessischen Lösung – an der Fünf-Quadratmeter-Abstandsregel im Innen- und Außenbereich. Mende würde am liebsten schon gestern den hessischen Sonderweg verlassen. In anderen Bundesländern gebe es schließlich auch keine Fünf-Quadratmeter-Regel. Dort gilt einzig und allein die aktuellen Abstandsregeln von 1,50 Meter.

„Es ist wünschenswert, dass sich das Land Hessen den Regelungen in den anderen Bundesländern anschließt. Auch in Hessen sollten zugunsten der Gastronomie pragmatische Regeln gelten.“ … – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Der Oberbürgermeister appelliert zusammen mit Bürgermeister und Ordnungsdezernent Dr. Oliver Franz an diejenigen, die am Feiertag, 21. Mai, unterwegs sein werden.  Die gute Wettervorhersage für Christi Himmelfahrt wird viele Menschen nach draußen locken. Dem Ausgehen und Feiern steht grundsätzlich nichts im Wege, aber auch an diesem Tag sollten die geltenden Abstandregeln eingehalten werden. Bitte begehen Sie den Feiertag, egal ob nach christlicher Tradition oder mit dem Hintergrund Vatertag, in möglichst kleinen Gruppen. Halten Sie Abstand und beachten Sie die geltenden Regelungen, damit sich das Corona-Virus nicht weiter ausbreiten kann“, appelliert Dr. Franz  an die Vernunft der Ausflügler.

„Es ist in unser aller Interesse, dass die Regelungen beachtet und befolgt werden.“ – Dr. Oliver Franz, Bürgermeister.

Die Stadtpolizei wird in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag besonders in der Innenstadt präsent sein. An Christi Himmelfahrt selbst werden die Ordnungshüter ein besonderes Augenmerk auf das Rheinufer, die Ausflugslokale und die Weinstände legen.

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Einen Überblick über Wiesbadens Gastronomie erhalten Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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