Keiner der in Deutschland zugelassenen Corona-Impfwirkstoffe ist bislang für Kinder und Jugendliche zugelassen. Anträge gestellt haben die Unternehmen Biontech und Moderna.

Im Raum steht die Äußerung von Rüdiger von Kries, Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko). Am Dienstagabend sagte er in einem RBB-Spezial, dass man derzeit zu wenig über die Nebenwirkungen der Corona-Impfung bei Kindern wisse und dass er sich so nicht vorstellen könne, dass es zeitnah eine Impfempfehlung für eine generelle Impfung geben werde.

„Die Stiko ist ein autonomes Organ, wir arbeiten nicht auf Zuruf des Ministeriums, wir treffen unsere Entscheidungen nach Bewertungen der Risiken und des Nutzens“Rüdiger von Kries

Ungeachtet dessen planen Bund und Länder ein Impfangebot bis Ende Auszusprechen. Setzen Sie die Hoffnung auf Moderna, den Impfwirkstoff, der erst am 25. Mai seine Zulassung beantragt hat? Nein. Im RBB sagte Kries, dass von der Stiko das Ziel der Herdenimmunität weiterhin verfolgt werde. Nur dürfe das nicht das vordergründige Ziel der Kinderimpfungen sein. Viel wichtiger sei es, sich um die 40 Millionen zu kümmern, die noch nicht geimpft seien, so Kries weiter.

„Ich gehe davon aus, dass die STIKO eine Liste von Krankheiten erstellen wird, bei denen sie die Impfung für Kinder empfiehlt.“ – SPD-Bundestagsfraktion, Bärbel Bas,

Aus gut informierten Kreisen ist zu hören, dass die Stiko von einer generellen Impfempfehlung abweiche. Das Redaktionsnetzwerks Deutschland berichtet, dass es eine Impfempfehlung wahrscheinlich nur für Zwölf- bis 15-Jährige mit bestimmten chronischen Erkrankungen geben werde.

Chronik

25. Mai 2021, Moderna beantragt die Zulassung des gleichnamigen Impfstoffs für Kinder und Jugendliche.
30. April 2021, Biontech beantragt die Zulassung des gleichnamigen Impfstoffs für Kinder und Jugendliche.
27. Dezember 2020, Impfstart mit Biontech in Deutschland

Foto: ©2021 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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