Die hohen Energiepreise haben eine Wiesbadenerin auf eine gefährliche Idee gebracht: Sie versuchte ihre Wohnung mit einem Holzkohlegrill zu heizen.

Eine Mieterin in Mehrfamilienhauses in der Beethovenstraße ist am Dienstagabend ins St. Josefs-Hospital gekommen, weil es ihr nicht gut ging. Während der Untersuchung stellten die Ärzte der Notaufnahme eine Vergiftung fest, dass sich Frau mit Kohlenmonoxid vergiftet hatte und informierten die Leitstelle der Feuerwehr Wiesbaden, die ihrerseits Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an die Wohnanschrift der Patientin entsandte. Die betroffene Mieterin musste aufgrund der Kohlenmonoxid-Vergiftung in der Druckkammer einer Wiesbadener Klinik behandelt werden.

Heizen mit Kohlegrill

Vor Ort haben die Einsatzkräfte in der Wohnung der Betroffenen tatsächlich erhöhte Kohlenmonoxi-Werte festgestellt. Bei der Ursachenforschung ist herausgekommen, das ein in der Wohnung zum Heizen betriebener Kohlegrill ursächlich für die hohe Konzentration war. Da Kohlenmonoxid auch durch Wände und Decken dringen kann, wurden auch die Nachbarwohnungen kontrolliert. In einem Fall musste die Wohnungstür dafür mit Werkzeug geöffnet werden. Auch in einer darunterliegenden Wohnung konnte eine erhöhte Konzentration festgestellt werden, glücklicherweise zeigte sich bei der Untersuchung der Bewohnerin, dass es noch nicht zu gesundheitlichen Auswirkungen gekommen war. Die Gefahr durch das giftige Gas wurde durch gezielte Belüftungsmaßnahmen beseitigt.

Gesundheitsbedrohend

Beim Verbrennen von Kohle oder anderen brennbaren Stoffen entstehen immer Brandfolgeprodukte – insbesondere Kohlenmonoxid – die beim Einatmen zu einer ernsthaften Gesundheitsgefahr führen können. Die Feuerwehr warnt deshalb ausdrücklich davor, in geschlossenen Räumen Grills oder ähnliche Feuerstätten zu benutzen. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchslos und kann deshalb nur mit speziellen Kohlenmonoxid-Warngeräten oder Messgeräte der Feuerwehr nachgewiesen werden. Da Kohlenmonoxid auch Decken und Wände durchdringt, besteht eine Gefahr nicht nur in der betroffenen Wohnung sondern auch in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Foto oben @2022 Pixabay

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Die offizielle Internetseite des St. Josefs-Hospital finden Sie unter www.joho.de.

 

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