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Walhalla heute

„Ein bisschen Henne, ein bisschen Ei“

Am Dienstagabend ist Wiesbadens Kulturbeirat virtuell zur ersten Sitzung des Jahres zusammengekommen. Als Gast zugeschaltet war Wiesbadens Oberbürgermeister. In der Sitzung präsentierte Gert-Uwe Mende die Pläne zur Wiederbelebung der Walhalla.

Volker Watschounek 2 Jahren vor 0

Sanierung und bauliche Entwicklung der Walhalla, Neuwahl des Kulturbeirat, Kulturpolitische Initiativen. 

Die Themen waren gesetzt. Als Gast war bereits in der Einladung Oberbürgermeister angekündigt. Nachdem durch den Kulturbeirat ein klares Bekenntnis zur Walhalla ausgesprochen und auf Anraten weitere Akteure mit ins Boot geholt wurden, hat OB Gert-Uwe Mende am 18. Januar im Beirat die Konzeptstudie zur Sanierung und weiteren baulichen Entwicklung der Walhalla präsentiert.

„Die Walhalla ist weiterhin ein prägender Teil der Stadtidentität.“ – Oberbürgermeister Mende

Die Problemlösung steht an erster Stelle. Einerseits besteht für die Sanierung Zeitdruck, bei der schon bald bauliche Festlegungen getroffen werden müssen. Andererseits sind für die endgültigen baulichen Entscheidungen die noch weitgehend offenen Nutzungsansprüche und –ideen zu klären. Ein Spagat ohne Netz und Boden. In der Debatte nach Präsentation zeigte sich, dass die agilen Grundgedanken, bauliche Festlegungen und Nutzungsideen im laufenden Prozess entwickeln, dem Grundsatz, die Walhall zu einer breit akzeptierten Kulturstätte zu machen, entgegensteht. Unterm Strich ist festzuhalten, dass der Prozess deutlich an Fahrt gewinnt. Die Walhalla soll 2026 eröffnet werden, der Bau schon 2024 starten.

 „Um die Walhalla zu erhalten ist es wichtig, schnell in die Beantwortung von baulichen Fragen zu kommen. Dabei ist es wichtig, die Bauplanung in enger Abstimmung mit dem Kulturbeirat zu gestalten.“ – Oberbürgermeister Mende

Der Kulturbeirat hat wegweisende Beschlüsse gefasst, um in einem iterativen Prozess zur Beantwortung zu kommen. Ernst Szebedits, Vorsitzender des Kulturbeirats, weist auf die nötige Offenheit der Debatte hin: Er verstehe, dass sich viele einen übersichtlichen Prozess wünschen, doch der Weg und das Ergebnis, ein kulturelles Zentrum, sei nicht vollständig absehbar. Ein agiler, flexibler Prozess, der das eine tut und das andere nicht lässt, ist unumgänglich. Die Entstehung von Kunst und Kultur ist immer ein risikobehafteter Prozess mit ungewissem Ausgang. Dies gelte auch für die Planung von kulturellen Orten. In dem kreativen Prozess, liege aber auch zugleich die Chance. Es braucht den Mut, Leerstellen, Ungewisses und Sprünge zuzulassen und auszuhalten, um Neues entstehen und wachsen zu lassen, so der Vorsitzende weiter.

„Die Walhalla kann eine großartige Bereicherung für Wiesbaden werden. Ich sehe ein innerstädtisches Haus mit Platz für einen breiten Kulturbegriff und Flächen für Wiesbadens Kultur und auch schillernden Schlaglichtern darüber hinaus.“ – Dorothea Angor, stellvertretende Vorsitzende des Beirats

In einem nächsten Schritt soll umgehend eine Steuerungsgruppe unter Beteiligung des Kulturbeirats eingerichtet werden, die den iterativen Prozess begleitet. Zudem soll ein Zeitplan für das Vorhaben die Debatte auch in Richtung Bürgerschaft öffnen. Das momentan angehaltene Interessenbekundungsverfahren ist damit einvernehmlich obsolet.

Neuwahlen, Bewerbungsphase beginnt

Wahlamtsleiter Rüdiger Wolf stellte im Gremium zudem die Änderungen an der neuen Kulturbeiratsordnung vor, die ab heute online auf der Website der Stadt unter folgendem Link eingesehen werden kann: https://www1.wiesbaden.de/microsites/kulturbeirat/ueber-den-beirat/satzungen.php. Bewerbungen für einen Sitz im Gremium müssen bis spätestens zum 9. Mai 2022 eingegangen sein. Der Kulturbeirat informiert im Frühjahr weiter über die Neuwahl des Gremiums.

Kultureller Infopoint

Mit dem Ideenwettbewerb zur Gestaltung eines kulturellen Infopoints, bei dem der ausgewählte Entwurf mit 10000 Euro prämiert wird, und der laufenden Bewerbungsfrist für Fördermittel für Projekte kultureller Bildung an Wiesbadener Schulen (80.000 Euro), sind gleich zwei Initiativen des Beirats gerade aktuell. Die Mitglieder des Beirats appellieren nun, dass beide Möglichkeiten auch genutzt werden. Insbesondere die Förderung der kulturellen Bildung an Schulen erfordert, dass sich Schulen nun auch zügig mit Projekten bewerben. Einreichungen für Projekte kultureller Bildung können von Schulen bis zum 10. Februar 2022 an das Kulturamt vorgenommen werden. Einreichungen zum Ideenwettbewerb können bis zum 15. Februar 2022 ebenfalls an das Kulturamt gesendet werden. Unter folgendem Link kann die Ausschreibung des Ideenwettbewerbs eingesehen werden: https://www.wiesbaden.de/kultur/kulturentwicklungsplan/umsetzung.php.

oto: Walhalla Studio in Wiesbaden. ©2018 Architekturbüro Hoga

Weitere Informationen aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Wiesbadener Kulturbeirats finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.