Wiesbaden startet seine Open-Data-Plattform: Daten aus allen Ämtern werden frei zugänglich, nutzbar und transparent – ein Schritt zu mehr Beteiligung.
Wiesbaden legt die Karten auf den Tisch – genauer betrachtet: seine Daten. Mit der Vorstellung der Beta-Version der Open-Data-Plattform macht die Landeshauptstadt Wiesbaden einen Schritt, der Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft gleichermaßen betrifft. Ab sofort bündelt die Stadt Informationen aus allen Ämtern, ordnet sie digital einheitlich und stellt sie frei zur Verfügung. Wer bislang lange fragen, suchen oder Anträge stellen musste, kann nun selbst klicken, filtern und auswerten.
Informationen zur Nutzung
Sie möchten mit offenen Daten arbeiten, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Die Stadt zeigt auf ihrer Webseite Beispiele, wie Sie Datensätze von der Open Data Plattform abrufen, verarbeiten und analysieren können
Die Plattform sowie nähere Informationen zur Nutzung und Beteiligung sind hier.
Direkt in die Plattform einsteigen.
Daten, die nicht im Keller verstauben
Die Plattform sammelt erstmals Datensätze aus der gesamten Verwaltung an einem Ort. Sie lädt zum Stöbern ein – und zum Weiterdenken. Unternehmen analysieren Märkte, entwickeln Anwendungen, testen Geschäftsmodelle. Wissenschaft und Lehre greifen auf reale, lokale Daten zurück. Initiativen und engagierte Bürger prüfen Entwicklungen, vergleichen Zahlen, stellen neue Fragen. Verwaltung wiederum gewinnt ein Werkzeug, das Entscheidungen transparenter macht und Planungen fundiert.
Vertrauen durch Transparenz
Für Maral Koohestanian ist die Plattform mehr als ein technisches Projekt. Sie beschreibt sie als neuen Status quo im Umgang mit öffentlichen Informationen. Transparenz soll Vertrauen schaffen, Offenheit Beteiligung ermöglichen. Die Daten werden nicht gehortet, sondern geteilt – ein Kulturwechsel, der leise beginnt, aber weit reicht.
Beta heißt: mitmachen erlaubt
Noch ist die Plattform im Testbetrieb. Die wichtigsten Funktionen laufen bereits: strukturierte Datensätze, Such- und Filteroptionen, klare Beschreibungen. Doch das System bleibt beweglich. Weitere Datensätze kommen hinzu, Visualisierungen sollen folgen, die Nutzerführung wird geschärft. Die Stadt plant Workshops und Beteiligungsformate, um zu zeigen, wie sich aus Zahlen Erkenntnisse gewinnen lassen. Open Data wird hier nicht erklärt, sondern gemeinsam erprobt.
Sicherheit als stilles Fundament
Offen heißt nicht sorglos. Eine stadtweite Datenstrategie regelt Qualität und Schutz sensibler Informationen. Das Amt für Statistik und Stadtforschung arbeitet dabei eng mit dem Open-Data-Beauftragten zusammen. Persönliche Daten bleiben geschützt, kritische Informationen außen vor. Gerade eine smarte Stadt, so die Botschaft, muss Verantwortung übernehmen, während sie sich öffnet.
Technisch offen, politisch vernetzt
Die Plattform setzt auf Open Source und wird perspektivisch an Datenportale von Land, Bund und EU angebunden. Wiesbadener Datensätze sollen so auch überregional wirken. Entwickelt wurde das Angebot gemeinsam mit mehreren Ämtern und dem Dienstleister DKSR GmbH. Das Ergebnis: eine digitale Infrastruktur, die nicht glänzen will, sondern tragen.
Foto – Die neue Open-Data-Plattform der Landeshauptstadt Wiesbaden bündelt erstmals frei zugängliche Verwaltungsdaten an einem zentralen Ort. ©2026 LH Wiesbaden
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