Ein Biathlon Wettkampf jenseits der Bergwelt. Mit Skirollern über den Asphalt. Ein originaler 50-Meter-Schießstand mitten in der Innenstadt.

Es ist angerichtet und spätestens seit dem die Langlauf-Ski Rollen bekommen haben, hat sich die Wintersportart Biathlon zu einer ganzjährigen Sportart entwickelt. Die Namen der Teilnehmer sprechen für sich. Wenn am 1. September in Wiesbaden die Biathleten auf die 1,7 Kilometer lange Runde gehen, werden nicht nur deutsche Spitzensportler mit dabei sein. Das Teilnehmerfeld ist  gespickt mit großen Namen – mit Olympiasiegern, Weltmeistern und Gesamt-Weltcupsiegern.

City-Biathlon, kurz gefasst

City-Biathlon in der Innenstadt
Wann: 1. September 2018, 13:00 bis 17:00 Uhr
Wo: Wiesbadens Innenstadt, 1,8 Kilometer Rundkurs
Tickets für Tribüne: 24 Euro, ermäßigt 12 Euro

Neben dem Online Ticket-Shop sind Karten bei den folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: Tourist-Information und „TicketBox“ in Wiesbaden sowie bei „Frankfurt Ticket“ in der B-Ebene Hauptwache in Frankfurt.

Die Skijäger werden zum Greifen nah sein – und die Landeshauptstadt im Fokus der Wintersportfans stehen. Die Biathleten erobern die Stadt. Auch wenn dieses Konzept im ersten Moment etwas visionär anmutet, der City-Biathlon wird in diesem Jahr mit ein sportlicher Höhepunkt sein. Ein Glanzpunkt im Veranstaltungskalender, der weit über Wiesbaden strahlt.

Beim City-Biathlon kommt es Duell der drei Einzel-Olympiasieger von Pyeongchang: Sowohl Arnd Peiffer als auch Martin Fourcarde und Johannes Thingnes haben ihre Startzusage gegeben. Neben dem diesjährigen Gold im Sprint und der Bronze-Medaille in der Staffel hat der DSV-Athlet Peiffer zudem noch vier Weltmeistertitel vorzuweisen.

Ein Titel fehlt noch

Der Franzose Fourcarde hat alles gewonnen, was es in diesem Sport zu gewinnen gibt: fünf Mal Olympia-Gold, elf Weltmeistertitel und sieben Mal den Gesamtweltcup. Fourcade ist mit insgesamt 70 Weltcupsiegen nicht nur der erfolgreichste Biathlet seiner Generation, sondern gehört mittlerweile auch zu den erfolgreichsten der Geschichte. Er liegt auf Platz zwei der Bestenliste hinter der Legende, dem Norweger Ole Einar Bjørndalen. Dessen Landsmann Bø gewann in Pyeongchang den Titel im Einzel und holte dazu noch zwei Mal Silber. Der dreifache Weltmeister war in der abgelaufenen Gesamtweltcup-Saison der härteste Konkurrent von Fourcade. Jetzt treffen die beiden in Wiesbaden wieder aufeinander. Und beiden fehlt der Titel City-Biathlon Sieger 2018.

Weltelite zu Gast in Wiesbaden

Ebenfalls mit olympischem Staffel-Gold dekoriert kam der Schwede Fredrik Lindström aus Asien zurück. Er ist genauso in der Landeshauptstadt vertreten wie der Thüringer Erik Lesser. Der Doppel-Weltmeister von Kontiolahti war mit zwei Mal Silber der beste deutsche Biathlet der Spiele von Sotschi. Ebenfalls mit von der Partie ist der Österreicher Dominik Landertinger. Der Weltmeister von 2009 im Massenstart brachte von Olympischen Spielen bisher zwei silberne und zwei bronzene Medaillen mit. Im Feld ist auch der Schweizer Benjamin Weger, der im Weltcup schon mit sehr guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machte.

„Ich kann schon jetzt versprechen: Die Zuschauer erwartet großer Sport. Dieser Wettkampf wird eindrucksvoll dokumentieren, was die Faszination Biathlon ausmacht und warum diese Anziehungskraft nicht nur im Winter funktioniert.“ – Rainer Pfeifer, Vorsitzender des Wiesbadener Sportausschusses

Auch bei den Damen wird eine große Dichte an internationalen Top-Athletinnen erwartet. Hier laufen allerdings noch die Gespräche und die Starterinnen werden in den nächsten Wochen vorgestellt.

Der von den Biathleten zu bewältigende Rundkurs ist etwa 1,8 Kilometer lang und führt durch die Innenstadt sowie den Kurpark. Der Start-Ziel-Bereich liegt an der Kopfseite des Kaiser-Friedrich-Platzes. Dort am „Bowling Green“ befindet sich vor der Zuschauertribüne der Schießstand – eine 50 Meter lange und bis zu zehn Meter hohe Sonderkonstruktion mit einer schusssicheren Beplankung.

Rundkurs und Regeln

Die Strecke verläuft von der Wilhelmstraße zunächst in die Christian-Zais-Straße und dann weiter in die Paulinenstraße. Von dort biegen die Athleten in die stark ansteigende Parkstraße ab und laufen danach ab Höhe Grünweg im Kurpark weiter. Diesen verlassen sie in der Mitte der Josef-von-Lauff-Straße. Nach einem kurzen Stück geht es in die Sonnenbergerstraße. An deren Ende steuern die Skijäger erneut in die Wilhelmstraße in Richtung Ziel. Gelaufen wird mit Skirollern, geschossen mit original Kleinkalibergewehren und zusätzlichen Schwung geben Spezialstöcke. Die im Massenstart ausgetragenen Wettkämpfe werden sowohl bei den Damen als auch bei den Herren durch ein kurzes Qualifikationsrennen eröffnet. Im Finale müssen dann die Damen fünf Runden drehen – dabei schießen sie jeweils zwei Mal liegend und zwei Mal stehend. Die Herren absolvieren sechs Laufrunden mit zwei liegenden und drei stehenden Schießeinlagen. Die Athleten dürfen bei jedem Stopp am Schießstand drei Mal nachladen. Sollte trotz der Nachlader eine oder mehrere Scheiben verfehlt werden, so muss für jede nicht getroffene Zielscheibe eine Strafzeit von 15 Sekunden in der sogenannten „Penalty-Box“ verbracht werden.

Biathlon hautnah

Auch in der hessischen Landeshauptstadt kann an der Strecke jeder kostenlos die rassigen Duelle der Weltmeister und Olympiasieger bestaunen. Die Skijäger huschen noch keinen halben Meter an ihren Fans vorbei. Wer aber hautnah dabei sein möchte, sollte sich ein Ticket für 24 Euro für die Stehplatz-Tribüne direkt vor dem Schießstand sichern. Ermäßigt kostet der Eintritt 12 Euro. Die Karten sind ab sofort online unter www.city-biathlon.com erhältlich.

Hier kann dann auch der VIP-Bereich hinzugebucht werden, der im Nassauer Hof eingerichtet wird. Das Rahmenprogramm und der Expo-Bereich befinden sich auf der Wilhelmstraße.

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