700 neuen Wohnungen in Südost, nahe der Berliner Straße, 300 neue Wohnungen im Rheingauviertel: Wiesbaden wächst.

Nach Jahren des Stillstands hat der Magistrat in seiner Sitzung am 20. Februar einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, für das Gebiet nördlich der Rudolfstraße, aufgestellt bzw. eingeleitet – sowie dessen Offenlegung für die Gremiensitzungen. Im nächsten Schritt geht die von Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler vorgelegte Vorlage an den Ortsbeirat Dotzheim.

„Nach dem Erwerb des Grundstücks durch die Firma ‚Dietmar Bücher – Schlüsselfertiges Bauen‘ im Jahre 2012 ist das Verfahren über mehrere Jahre nicht vorangekommen.“ – Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent

Auf dem Gebiet zwischen Rudolf- und der Carl-von-Linde-Straße haben zwischen 15 und 20 mehrgeschossige Neubauten Platz, hieß es zuletzt aus Idstein von Seiten der Firma Bücher, die das Areal bereits 2012 erworben hat. Ab April sollen jetzt die Pläne für gut 300 Wohnungen offen gelegt werden.

„Geplant sind nun der Neubau von Mehrfamilienwohnhäusern mit rund 300 neuen Wohneinheiten sowie einer erdüberdeckten Tiefgarage.“ – Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent

Der Bebauungsplan schafft die planungsrechtliche Voraussetzung zur geordneten städtebaulichen Entwicklung im Plangebiet. Die Sitzungsvorlage geht nach Plan ab dem 27. Februar in die Fachausschüsse; die Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung soll am 15. März erfolgen.

Städtebauliche Konflikte durch die Nachbarschaft beeinträchtigende Nutzungsentwicklungen werden verhindert.“ – Hans-Martin Kessler, Stadtentwicklungsdezernent

Darüber hinaus realisiere der Vorhabenträger auf eigene Kosten die Erschließung des Quartiers sowie einen Verkehrskreisel im öffentlichen Straßenraum (Rudolfstraße/Hollerbornstraße/Carl-von-Linde-Straße). Die 15 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen seien in den rund 150 Wohnungen enthalten, die die GWW im Quartier Linde in Kostheim realisiere; die Erstellung und Bewirtschaftung sei zum Verbleib im Eigentum der GWW vereinbart worden.

Aufwertung der Innenstadtentwicklung

Durch die Wiedernutzung des schon vor Jahren brachgefallenen Grundstücks werde eine stadträumliche wie nutzungsbezogene Aufwertung im Sinne der Innenentwicklung erreicht. Gleichzeitig würden städtebauliche Konflikte durch die Nachbarschaft beeinträchtigende Nutzungsentwicklungen verhindert. Außerdem sei mit der Wiedernutzung des Plangebiets eine freiräumliche und grünordnerische Einbindung einer Brachfläche in das Stadtquartier verbunden, so der Stadtentwicklungsdezernent am Rande der Magistratsratssitzung abschließend. ∆

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