Mit einer Fahrspur für den Rad  und Busverkehr vom Sedanplatz bis zur Berliner Straße, der Umweltspur,  sollen die Stauzeiten verringert und der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden.

In den nächsten zwei Wochen werden in der Biebricher Allee und am Landeshaus die Ein- und Abbiegewege zum Ersten Ring neu markiert. Ziel ist es, die Verkehrsarten zu entflechten und dabei dem Bus- und Fahrradverkehr eine sichere Einfahrt in die neue Umweltspur auf dem Ring zu ermöglichen. Dabei werden rote Signalflächen auf die neue Verkehrssituation hinweisenweisen, um Unfälle in Kreuzungsbereichen zu vermeiden.

Arbeiten an den Ampelanlagen

Bis Christi Himmelfahrt am 21. Mai werden auch die Umrüstungen der Ampelanlagen für die digitale Verkehrssteuerung im Kontenpunkt Biebricher Allee/Erster Ring und die Vergrößerung der Fußgängerinsel vor dem Hauptbahnhof abgeschlossen sein.

Verkehrsbehinderungen möglich

Durch die Arbeiten wird es stellenweise zu Verkehrsbehinderungen kommen. Insbesondere Pendler aus dem Untertaunus werden gebeten, den Ersten Ring großräumig über den Zweiten Ring oder das Bundesfernstraßennetz (B260, A3) zu umfahren.

Neue Umweltspuren

Die neuen Umweltspuren – gemeinsame Fahrspuren für Bus- und Radverkehr – sind Teil des hessischen Luftreinhalteplans für Wiesbaden, mit dem ein Dieselfahrverbot abgewendet werden konnte. Sie werden als Baustein des Projektes DIGI-V zur Digitalisierung der Verkehrsströme umgesetzt. Die Maßnahmen werden durch das Tiefbau- und Vermessungsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden geplant und gesteuert.

Umweltspur: Rückblick

Back to the roots: Viele mögen es nicht Wissen, doch die Idee einer separaten Spur für den öffentlichen Nahverkehr kommt aus Wiesbaden – aus einer Zeit, in der in Wiesbaden noch die Straßenbahn fuhr. Den Gedankenblitz hatte seinerzeit der Diplom-Ingenieur Rolf-Werner Schaaff. Er war es, der die Mitbenutzung von abgetrennten Flächen für die Straßenbahn durch Linienbusse bereits 1968 – und damit die ersten Sonderfahrstreifen speziell für Linienomnibusse – eingeführt hatte. Kurze Zeit später, im Jahr 1970, begann auch die Stadt Berlin mit der Einrichtung von Busfahrstreifen.

Zu dieser Zeit entbehrten die Busfahrstreifen einer Rechtsgrundlage in der StVO, dies änderte sich erst mit der Novellierung der Straßenverkehrsordnung am 1. März 1971, in der eine Einführung von Busfahrstreifen ausdrücklich vorgesehen war. Delegationen aus vielen Ländern (unter den ersten Japan) studierten vor Ort die Vorteile und richteten danach Busfahrstreifen im eigenen Land ein. ∆

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Weitere Informationen zur Umweltspur finden Sie  unter www.wiesbaden.de.

 

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