Verspätetet Züge und S-Bahnen, gesperrte Straßen und unterbrochene Stromleitungen. Eberhard hat in Wiesbaden Spuren hinterlassen.

Spürbar am Vormittag, Spuren am Nachmittag – manch einer hatte bereits am Sonntagvormittag Angst um sein Dach und das Pfeifen der Winde deutlich durch den Schornstein zu hören. Die ersten Notrufe erreichten aber erst gegen 14:00 Uhr die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr in Wiesbaden. Mehrfach rückten verschiedene Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 bis 3 aus. Gegen 15:15 Uhr wurden dann alle Freiwilligen Feuerwehren und die IuK Gruppe der Stadt Wiesbaden alarmiert. Von diesem Zeitpunkt an wurden die Einsätze im sogenannten Unwetterprogramm bearbeitet. Nach dem Unwetterprogramm werden die gemeldeten Einsätze gesammelt und nach Gefährdungsstufe priorisiert abgearbeitet.

80 Einsätze bis 19:00 Uhr

Bis 19:00 Uhr wurden über 80 Einsätze bearbeitet. Zahlreiche umgestürzte und gebrochene Bäume blockierten Straßen und Wege. Vielfach wurden sie durch die Feuerwehr zerkleinert und beiseite geräumt. Teilweise kam es dabei zu Folgeschäden an Fahrzeugen oder Gebäuden.

Umgestürzte Bäume

Auf dem Neroberg stürzten mehrere, teils auch größere, Bäume auf die Straße im Verlauf der Kapellenstraße bis hin zur Zufahrt des Parkplatzes am Opelbad. Dadurch waren die Straßen und Wege blockiert. Nach Absprache mit Forstarbeitern der Freiwilligen Feuerwehren und Inanspruchnahme eines Forstunternehmens war die Zufahrt schnell wieder frei. Die etwas über ein Dutzend auf dem Neroberg noch befindlichen Personen wurden durch die Feuerwehr betreut und konnten dann mit eigenen Fahrzeugen die Örtlichkeit verlassen. Nach Abschluss dieser Maßnahme wurde die Zufahrt vollgesperrt.

Unterbrochene Stromleitung

In Medenbach stürzte ein Baum auf eine Hochspannungsleitung. Vor Ort wurde der Bereich gesichert und dann die Leitung durch den Energieversorger abgeschaltet. Anschließend wurde der Baum von der Feuerwehr entfernt. Danach konnte der Strom in der nicht beschädigten Leitung wieder eingeschaltet werden.

Liegende Bauzäune

Mehrere Bauzäune haben sich aufgrund der Böen losgerissen und sind wie etwa in Sonnenberg an der Leibnizstraße oder am Gustav-Stresemann-Ring in Südost teilweise umgestürzt. Diese wurden durch Kräfte der Feuerwehr zur Nutzung der Wege zur Seite geräumt. Lose Dachteile wurden in verschiedenen Stadtteilen gemeldet. Hier wurden teilweise unter Nutzung der Drehleiter lose Teile gesichert oder abgetragen.

Mangelhafte Seilsicherung

Gegen 18:30 Uhr erreichte die Kaltfront mit einer starken Böenwalze Wiesbaden. Hierbei kam es noch einmal zu einer verstärkten Einsatztätigkeit. Aufgrund loser Dachteile musste die Feuerwehr in der Lessingstraße an einem Kirchturm mit Kräften der Höhenretter tätig werden. Unter Seilsicherung wurde die Gefahr durch die losen Teile beseitigt. Im Schiersteiner Hafen drohte sich ein Boot an einem Steg loszureißen, dieses wurde von Land- und Wasserseite gesichert.

Oberleitungen in Gefahr

Aufgrund loser Teile am Dach des Bahnhofsgebäudes in Schierstein waren Einsatzkräfte auch am frühen Sonntagabend noch im Einsatz. Da die losen Teile drohten auf die Oberleitungen zu fallen, wurden zusammen mit dem Notfallmanager der Bahn die Oberleitung in diesem Bereich abgeschaltet und geerdet. Dadurch kam es in diesem Bereich zu Behinderungen des Bahnverkehrs. Foto: Symbolbild Flickr von Thomas Widhalm ©2019 CC-BY-SA 2.0 | Flickr | Thomas Widhalm.

 

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