Im Rahmen des vorbeugenden Hochwasserschutzes hat Umweltdezernent Arno Goßmann am Montag zwei neue Vorrechen am Rambach in Betrieb genommen. Mit diesen Anlagen wird das Risiko von Hochwasserschäden  deutlich gesenkt.

Erfahrungsgemäß führen Starkregenereignisse in sehr kurzer Zeit zu einer deutlichen Erhöhung des Volumens beim Abwasser-Abfluss. Die plötzlich aufkommenden Wassermengen reißen Totholz von den steilen Hängen in Rambach und dem Wald mit. Außerdem kann die Strömung den am Gewässerrand gelagerten Grünschnitt aus der Kleingartenanlage, unmittelbar vor der Bebauung, abschwemmen, was die Verstopfungsgefahr erhöht.

„Dies ist gut investiertes Geld, denn die neuen Vorrechen bieten der Rambacher Bevölkerung einen deutlich verbesserten Schutz vor Überschwemmungen. Denn im Zuge des Klimawandels müssen wir uns auf häufigere Starkregenereignisse einstellen.“ – Bürgermeister Arno Goßmann

In den Jahren 1999 und 2014 war es so, dass das ankommende Treibgut den Rechen „Kitzelbergstraße“, unmittelbar vor der Kanalisierung des Rambachs, schnell verstopf hat, sodass der Abflussquerschnitt stark eingeschränkt wurde und sich und das Wasser aufstaute. Die Folge für den Ortsteil Rambach: Das Wasser stand auf der Straße und reihenweise Keller liefen voll.

Eichenpfähle und Betonhülsen

Die neuen, vom städtischen Umweltamt oberhalb der Ortslage Rambach errichteten Vorrechen entlasten jetzt den eigentlichen Einlaufrechen an der Kitzelbergstraße. Damit lässt sich das Ausufern des Gewässers weitgehend verhindern. Der erste Vorrechen liegt auf Höhe des Angelteichs in der Niedernhausener Straße und hält aus dem Wald ankommendes Totholz zurück. Im zweiten Vorrechen, unterhalb der Kleingartenanlage, wird sonstiges Schwemmgut zurückgehalten. Die Vorrechen bestehen aus Eichenpfählen, die mit Betonhülsen verschraubt sind. Am Standort Angelteich sind fünf Pfähle verbaut worden; auf der Höhe Wendeschleife, unterhalb der Kleingärten, sind es acht. An den Vorrechen wird über die Ufer tretendes Wasser durch naturnah ausgebildete Strömungslenker in das Bachbett zurück gelenkt. Die Durchlassweite zwischen den Pfählen beträgt jeweils 30 Zentimeter.

66.000 Euro für Hochwasserschutz

Die Planungs- und Baukosten lagen insgesamt bei rund 66.000 Euro brutto. Zehn der Eichenpfähle wurden durch eine Spende der gemeinnützigen Genossenschaft „green blue social you“ in Höhe von 3.600 Euro finanziert. Im Rahmen der Einweihung dankte Bürgermeister Arno Goßmann dem Tiefbauamt und ESWE Verkehr, die die umfangreichen Arbeiten unterstützt haben.

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