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Mögliches Wasserrückhaltebecken am Kellerskopfstollen...

Rambach bekommt Hochwasserrückhaltebecken

Der Magistrat bringt den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Rambach entscheidend voran. Ein erhöhter Damm, ein Durchlass und flankierende Maßnahmen sollen Starkregen bändigen. Trotz knapper Kassen investiert Wiesbaden rund sechs Millionen Euro in den Schutz von Menschen und Infrastruktur.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 3 Wochen vor 0

Der Magistrat beschließt das Hochwasserrückhaltebecken Rambach. Das Projekt soll Starkregen abfedern und den Ortsteil langfristig schützen.

Der Magistrat der Landeshauptstadt stellt die Weichen für mehr Sicherheit: Mit dem Beschluss vom 20. Januar rückt der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Rambach ein gutes Stück näher. Das Projekt Im langen Garten, das mit Landesmitteln gefördert wird, soll den Ortsteil vor Starkregen und Hochwasser schützen – nicht irgendwann, sondern konkret, geplant und berechnet. Die Kosten dafür: rund 6 Millionen Euro.

Planen statt abwarten

Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Christiane Hinninger spricht von einem entscheidenden Schritt. Der Beschluss greift ein Schutzkonzept auf, das sich am sogenannten 100-jährlichen Hochwasser orientiert. Statistisch kommt es selten – praktisch häuft es sich. Die Stadt reagiert, weil Starkregen häufiger fällt und Schäden schneller entstehen. Abwarten hilft da nicht. Handeln schon.

Technik trifft Topografie

Kern des Vorhabens ist der Ausbau entlang des Rambachs im Ortskern von Rambach. Die Kreisstraße K 647 erhält oberhalb des Stadtteils einen um rund zweieinhalb Meter erhöhten Straßendamm. Ein Durchlass lässt den Rambach kontrolliert passieren. Das Becken puffert Wassermassen, bremst Fluten und schützt Häuser, Straßen und Keller – leise, unspektakulär, wirkungsvoll.

Sechs Millionen für Sicherheit

Rund sechs Millionen Euro veranschlagt die Stadt. Ein Teil soll aus dem hessischen Landesprogramm Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz fließen. Trotz knapper Kassen bleibt Hinninger klar: Schutz von Menschen und Infrastruktur duldet keinen Aufschub. Klimawandel lässt keine Alternative.

Ein Mosaik aus Maßnahmen

Das Becken ergänzt weitere Bausteine. Der Schluckbrunnen im Kurpark schützt bereits Kurhaus und Innenstadt. Am Goldsteinbach folgen Maßnahmen zur Strömungslenkung. Zusammen entsteht ein System, das Wasser lenkt, bändigt und ableitet – statt es ungebremst laufen zu lassen.

Gutachten, Grundstücke, Geduld

Hydraulik, Geotechnik, Naturschutz, Kaltluftströme, Vermessung, Prüfstatik: Die Entscheidung ruht auf dicken Ordnern und vielen Berechnungen. Eine Hürde bleibt die Flächenfrage. Die Stadt verhandelt mit rund 30 Eigentümerinnen und Eigentümern. Parallel startet beim Regierungspräsidium Darmstadt das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren. Läuft alles glatt, beginnt der Bau im Spätherbst 2027. Fertig wäre das Becken nach etwa anderthalb Jahren – rechtzeitig vor der nächsten großen Bewährungsprobe.

Symbolfoto – Wasserrückhaltebecken ©2026 KI-generiert / Wiesbaden lebt!

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Weitere Informationen zum Magistrat.

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