Hepatitis C ist eine Leberentzündung. Sie wird vorwiegend über Blutkontakte übertragen. Eine Hepatitis-C-Infektion verläuft oft ohne Beschwerden und wird oft chronisch.

Kräfte bündeln, um Menschen, die an dem Virus erkrankt sind, zu unterstützen. Das ist das Motto einer vom Gesundheitsamt Wiesbaden geleiteten Initiative. Seit einem Jahr vernetzt die PLUS Gesundheitsinitiative Hepatitis C die sozialen und medizinischen Angebote in Wiesbaden und Umgebung, um die Versorgung von Hepatitis C-Infizierten zu verbessern.

„Das ambitionierte Ziel, Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, wollen wir auf kommunaler Ebene mit unserer PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C gerne unterstützen.“ – Dr. Kaschlin Butt, Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Wiesbaden

Die Infektionskrankheit wird durch das HC Virus, das zur Entzündung der Leber führt und heute in den allermeisten Fällen vollständig geheilt werden kann, übertragen. Nicht adäquat versorgt kann sie allerdings auch zu Leberkrebs und zum Tod führen. Der größte Teil der Neuinfektionen ist dabei auf intravenösen Drogenkonsum zurückzuführen. Die WHO und auch die Bundesregierung haben sich zum Ziel gesetzt, die Krankheit bis zum Jahr 2030 zu eliminieren.

Aus diesem Grund besteht im Gesundheitsamt nun die Möglichkeit, sich während der offenen und anonymen Sprechstunden auch auf Hepatitis C testen zu lassen. Geplant sind zusätzliche Testmöglichkeiten im Suchthilfezentrum und der AIDS-Hilfe.

„Unsere Studie möchte zeigen, dass unsere Bemühungen nicht nur akut Drogenabhängige mit Hepatitis C einfacher einer Therapie zuführen und sie so von ihrer Erkrankung heilen.“ – Professor Dr. Christoph Sarrazin

Andere Städte wie beispielsweise Ludwigshafen und Stuttgart setzen die PLUS-Gesundheitsinitiative Hepatitis C ebenfalls um, initiiert durch das biopharmazeutische Unternehmen AbbVie, mit Hauptsitz in Wiesbaden. Durch die Vernetzung bereits bestehender Versorgungsstrukturen und Einrichtungen sowie der Information der Öffentlichkeit konnte die Versorgung der Erkrankten in den Städten in den vergangenen Jahren deutlich unterstützt und verbessert werden.

„In dem Projekt möchten wir zeigen, dass wir durch die Heilung langfristig die Situation Drogeninfizierter verbessern und damit zum Beispiel auch Arbeitsfähigkeit wieder herstellen können.“ – Professor Dr. Christoph Sarrazin, St. Josefs-Hospitals

Neben praktischen Hilfsangeboten, wie die rasche Testung sowie eine schnelle Therapieeinleitung in den Leberzentren, wird ein weiteres Projekt in Wiesbaden starten. Professor Dr. Christoph Sarrazin, Direktor Zentrum Innere Medizin und Medizinische Klinik 2 des St. Josefs-Hospitals, Leiter des Leberzentrums Wiesbaden und Leiter der Forschergruppe Virushepatitis des Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt am Main, ist Mitglied der PLUS Gesundheitsinitiative.

“Diese Studie ist einzigartig in der Welt und ich freue mich, dass wir hier in Wiesbaden damit starten können.“ – Professor Dr. Christoph Sarrazin, St. Josefs-Hospitals

Davon, dass die Lebensbedingungen von Patienten auch in Wiesbaden langfristig verbessert werden, davon ist auch Wiesbadens Bürgermeister Dr. Oliver Franz überzeugt. Er nahm an der Sitzung teil und sprach der Gruppe seinen Dank aus, sich dieser schwierigen Aufgabe mit ganz praktischen Projekten anzunehmen. Ich hoffe, dass Wiesbaden insbesondere mit seiner einzigartigen ‚Mikroeliminations-Studie‘ ein Beispiel für andere Städte ist, das Problem ‚Drogenabhängigkeit und Hepatitis C-Infektion‘ konsequent anzugehen. Ich unterstütze diese Initiative daher und bin mir sicher, dass wir auf diese Weise dem Ziel der WHO und der Bundesregierung näher kommen können, diese schwerwiegende Erkrankung zu besiegen.

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Weitere Informationen zu der Erkrankung Hepatitis-C finden Sie hier bei der Deutschen Leberhilfe.

 

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