Lust darauf, Jugendliche aus anderen Ländern kennenzulernen? Schon mal darüber nachgedacht, eine Zeit lang im Ausland zu verbringen. Hessen total international hilft dabei.

Auslandserfahrungen erweitern den Horizont. Wiesbaden ist besonders darauf bedacht, dass alle Jugendlichen diese Chance erhalten. Auch und gerade jene, die nicht durch Elternhaus oder Studium von selbst darauf gebracht werden: Schüler anderer Schulformen als des Gymnasiums, Auszubildende, beeinträchtigte Jugendliche. Deswegen bietet die Landeshauptstadt diverse Förderungen, Beratungen und Hilfen zu diesem Thema an.

„Tragfähige Netzwerke und engagierte Partner, die mit Herzblut zu Werke gingen, sind essentiell für internationale Jugendarbeit.“ – Conny Meyne, Amt für Soziale Arbeit.

Rund zwei Dutzend Aussteller hatten am. vergangenem Samstag im gesamten Erdgeschoss des Rathauses ihre Infostände aufgebaut. Darunter waren Organisationen wie der ASB, die AWO, das Rote Kreuz mit seinem Freiwilligendienstzweig Volunta, aber auch die Hessische Jugendfeuerwehr, das Bistum Limburg, das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und kommerzielle Sprachreisenanbieter. Selbstverständlich war auch das Amt für Soziale Arbeit vertreten, das seine eigene Strategie Wiesbaden international vorstellte. Ob es um ein Jahr an einer Schule im Ausland, ein Semester an einer internationalen Universität, einen Freiwilligendienst-Einsatz, internationale Gruppenbegegnungen oder das beliebte Work and Travel Programm ging: Alle konnten sich hier aus kompetenten Quellen informieren.

„Wir unterstützen den internationalen Jugendaustausch. Er ist mit ein Beitrag Frieden in Europa, zur Integration und zur Würdigung der Vielfalt.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Interessant war beispielsweise, dass die Jugendfeuerwehr internationale Kontakte fördert: Die Wiesbadener haben bis zum Ukrainekrieg mit russischen Feuerwehr-Jugendlichen einen regen Austausch gepflegt. Dieser sei nun offiziell auf Eis gelegt, aber private Kontakte pflege man weiter, sagte ein Vertreter. Man habe aber auch zunächst virtuell Kontakte nach Chile oder Japan geknüpft. Das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft fördert Auslandspraktika für Auszubildende – eine bislang leider noch eher selten wahrgenommene Chance. Bei den Azubis der Stadt Wiesbaden sei ein Auslandspraktikum in einer der europäischen Partnerstädte jedoch bereits obligatorisch, informierte eine Vertreterin des Bildungswerks. Auch andere Betriebe seien jederzeit eingeladen, sich über entsprechende Möglichkeiten für ihre Auszubildenden zu informieren und umfassende Unterstützung zu erhalten.

„Unser Ziel ist es, alle Jugendlichen darin unterstützt werden, ihren Horizont auf diese Weise zu erweitern. Wer einmal dabei war, ist immer begeistert.“ – Conny Meyne, Amt für Soziale Arbeit.

Die Hessische Sportjugend bietet sportliche Begegnungen an, die Lions-Clubs fördern den internationalen Jugendaustausch, Study Nelson ist Spezialanbieter für Neuseeland, Eurodesk berät zu allen Fragen rund um internationalen Austausch: So blieben keine Fragen für die zahlreichen Besuche offen. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende informierte sich bei einem Rundgang über die Messe mit Vertretern des Amtes für Soziale Arbeit und des Hessischen Sozialministeriums bei verschiedenen Anbietern.

Hintergrund

Die seit 2007  regelmäßig stattfindende Info-Börse, Hessen total international, bietet einmal im Jahr einen Überblick zu Organisationen, die Auslandsaufenthalte ermöglichen. Sie konnte jetzt, organisiert vom Bonner Bildungsberatungsdienst weltweiser, wieder ohne Corona-Einschränkungen im Wiesbadener Rathaus stattfinden.

Weiterführende Links

Die Infobörse Hessen total international online finden Sie unter hessen-total-international.de.
Wichtige Informationen zu Work and Travel finden Sie unter www.travelworks.de.
Einen Überblick über Work and Travel-Länder gibt es unter www.auslandsjob.de.

Foto oben ©2022 LH Wiesbaden

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Die offizielle Internetseite vom Eurodesk finden Sie unter wege-ins-ausland.org.

 

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