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Symbolbild - Logo WiVertis plus IT-Technik im Hintergrund.

Neustart bei Wivertis: Wiesbaden stellt IT-Spitze neu auf

Die Wiesbadener IT-Gesellschaft Wivertis bekommt eine neue Führung. Der Aufsichtsrat entscheidet, den Vertrag von Geschäftsführer Frank Brüning nicht zu verlängern. Bis zum Jahresende soll ein geordneter Übergang vorbereitet werden – für den zentralen digitalen Dienstleister der Stadt ein bedeutender Schritt.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Monaten vor 0

Der Vertrag von Geschäftsführer Frank Brüning läuft aus. Die Stadt Wiesbaden bereitet den Übergang vor.

Die Wivertis GmbH, zentraler IT-Dienstleister der Landeshauptstadt Wiesbaden, steht vor einem personellen Wechsel an der Spitze. Der Aufsichtsrat beschließt in seiner jüngsten Sitzung, die Geschäftsführung zum Ende des laufenden Jahres neu zu besetzen. Der Vertrag von Geschäftsführer Frank Brüning läuft aus – eine Verlängerung ist nicht vorgesehen.

Die Entscheidung kommt früh, fast schon vorsorglich. Doch genau das soll sie sein: ein planbarer Übergang. Die Stadt will Zeit gewinnen, um die künftige Leitung sorgfältig zu suchen und gleichzeitig Stabilität im laufenden Betrieb zu sichern.

Frühzeitiger Schnitt statt hektischer Wechsel

Der Aufsichtsrat verfolgt mit dem Schritt eine klare Strategie. Der Führungswechsel soll transparent vorbereitet werden. Die Verantwortlichen wollen vermeiden, dass eine Schlüsselposition kurzfristig neu besetzt werden muss. Denn Wivertis betreibt weit mehr als nur Serverräume. Das Unternehmen bildet das digitale Rückgrat der Stadtverwaltung. Fachverfahren, Netzwerke, Anwendungen und IT-Infrastruktur laufen hier zusammen. Von Bürgerdiensten über Verwaltungssoftware bis hin zu digitalen Projekten der Stadtentwicklung hängt vieles von diesem technischen Nervensystem ab.

Lob für den scheidenden Geschäftsführer

Die Aufsichtsratsvorsitzende Maral Koohestanian, Wiesbadener Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, würdigt die Arbeit des scheidenden Geschäftsführers ausdrücklich. Frank Brüning habe sich in den vergangenen Jahren engagiert für das Unternehmen eingesetzt und wichtige Entwicklungen begleitet.

Solche Formulierungen gehören zu Personalentscheidungen dieser Art dazu – und doch steckt mehr dahinter. In den vergangenen Jahren hat sich die Rolle kommunaler IT-Dienstleister deutlich verändert. Digitalisierung, IT-Sicherheit und neue digitale Bürgerdienste verlangen immer größere technische und organisatorische Leistungen.

Wer eine kommunale IT-Gesellschaft führt, steuert daher nicht nur Technik. Er koordiniert Verwaltung, Politik, Fachbereiche und externe Anbieter.

Wivertis: Das digitale Herz der Stadtverwaltung

Die Wivertis GmbH arbeitet als zentraler IT-Dienstleister für die Stadt Wiesbaden sowie für zahlreiche städtische Beteiligungen und Eigenbetriebe. Das Unternehmen betreut Anwendungen, betreibt Infrastruktur, entwickelt Lösungen und sorgt dafür, dass digitale Abläufe im Alltag funktionieren.

Damit wird Wivertis zu einem unsichtbaren, aber entscheidenden Bestandteil der kommunalen Verwaltung. Bürger merken die Arbeit meist erst, wenn Systeme ausfallen. Solange alles läuft, bleibt die Technik im Hintergrund – genau dort, wo sie idealerweise hingehört.

Seit dem 1. Januar 2021 gehört das Unternehmen vollständig der Landeshauptstadt Wiesbaden. Mit dieser sogenannten kommunalen Reintegration übernimmt die Stadt wieder selbst die Kontrolle über ihren IT-Dienstleister. Die Entscheidung folgt einem Trend vieler Kommunen, digitale Schlüsselbereiche stärker in öffentlicher Hand zu halten.

Digitalisierung als Daueraufgabe

Die Aufgaben der Wivertis wachsen weiter. Digitale Verwaltungsangebote, elektronische Akten, Online-Dienste für Bürger und Unternehmen sowie steigende Anforderungen an IT-Sicherheit fordern kontinuierliche Anpassungen. Hinzu kommen große strategische Themen: Smart-City-Projekte, Datenplattformen, moderne Netzwerke oder neue Arbeitsformen in der Verwaltung.

All diese Entwicklungen verlangen Führung, die technische Kompetenz mit organisatorischem Verständnis verbindet. Genau deshalb bereitet der Aufsichtsrat den Wechsel frühzeitig vor. Die Suche nach einer neuen Geschäftsführung beginnt damit in einem Moment, in dem die Digitalisierung der Verwaltung längst kein Projekt mehr ist, sondern zum Dauerbetrieb gehört.

Ein Übergang mit Zeit

Bis zum Jahresende bleibt Frank Brüning im Amt. Damit bleibt ausreichend Zeit, um die Nachfolge zu klären und den Übergang vorzubereiten. Die Stadt setzt auf einen ruhigen Wechsel statt auf abrupten Neustart. In der Welt der IT – in der Systeme rund um die Uhr laufen und Verwaltung digital arbeitet – wirkt das fast wie ein kleiner Luxus.

Oder anders gesagt: Auch Server mögen keine Überraschungen.

Symbolfoto @2026 Pixabay / Logo

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