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m neuen Wohnbauprojekt in Dotzheim entsteht ein Betreuungsangebot für Beschäftigte der Helios HSK – mit bis zu 16 Plätzen in der Kindertagespflege.

Neues Betreuungsangebot für Beschäftigte der Helios HSK

Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, ist für viele Eltern nach wie vor eine große Herausforderung. Besonders deutlich wird dies in Berufsgruppen mit Schichtdienst, unregelmäßigen Arbeitszeiten und sehr frühem Dienstbeginn. Diese Anforderungen prägen zahlreiche Tätigkeiten bei den Helios HSK Wiesbaden – und stellen viele Familien täglich vor organisatorische Belastungen.

Volker Watschounek 1 Tag vor 0

Betreuungsangebot für Beschäftigte der Helios HSK. Das Modellprojekt verbindet Kinderbetreuung, Wohnen und Arbeit – passend zu Schichtdiensten.

Wenn in einem Krankenhaus die Frühschicht beginnt, schlafen viele Kinder noch tief und fest. Pflegekräfte, Ärztinnen, Therapeuten oder Mitarbeitende in der Verwaltung stehen dann bereits im Dienst. Genau an dieser Stelle gerät der Alltag vieler Familien ins Wanken. Wer betreut die Kinder, wenn der Dienstplan früher beginnt als die Öffnungszeit der Kita?

In Wiesbaden soll ein neues Betreuungsangebot für Beschäftigte der Helios HSK künftig genau diese Lücke schließen. Stadt, Klinik und Wohnungsbaugesellschaft entwickeln dafür ein Modellprojekt, das Arbeit, Wohnen und Kinderbetreuung enger miteinander verzahnt.

Betreuung mitten im Quartier

Der Ort des Projekts liegt in Dotzheim. Dort entwickelt die GWW ein neues Wohnbauprojekt, das sich besonders an Mitarbeitende medizinischer Einrichtungen richtet. Neben Wohnungen entsteht nun auch ein Angebot für Kinder. Die Idee: Die Stadt mietet zwei Wohnungen im Neubau an und richtet dort eine betriebliche Kindertagespflege ein. Bis zu vier Tagespflegepersonen können dort arbeiten und gemeinsam bis zu 16 Betreuungsplätze anbieten.

Das Besondere: Die Betreuung liegt direkt in der Nähe der Klinik und der umliegenden Einrichtungen. Eltern bringen ihre Kinder also nicht erst quer durch die Stadt, sondern können sie auf dem Weg zur Arbeit betreuen lassen. So entsteht ein kleines Netzwerk aus Wohnen, Arbeiten und Betreuung – alles innerhalb weniger Minuten erreichbar.

Flexibel, aber mit pädagogischem Anspruch

Das Projekt orientiert sich bewusst an den Anforderungen medizinischer Berufe. Schichtdienst, sehr frühe Arbeitszeiten oder wechselnde Dienstpläne verlangen nach flexiblen Lösungen.

Die Verantwortlichen wollen deshalb Betreuungszeiten ermöglichen, die über klassische Kita-Zeiten hinausgehen. Gleichzeitig soll der pädagogische Anspruch der Kindertagespflege bestehen bleiben. Kleine Gruppen, feste Bezugspersonen und eine familiäre Atmosphäre gehören weiterhin zum Konzept. So entsteht ein Modell, das zwei Bedürfnisse verbindet: Verlässliche Betreuung für Kinder und Planbarkeit für Eltern.

Baustein für den Gesundheitsstandort Wiesbaden

Für die Stadt Wiesbaden geht es bei diesem Projekt um mehr als nur um zusätzliche Betreuungsplätze. Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher betont die strukturelle Bedeutung. Eine wohnort- und arbeitsplatznahe Betreuung entlaste Familien und verbessere gleichzeitig die Rahmenbedingungen für Beschäftigte.

Auch Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke sieht darin einen wichtigen Schritt für den Standort. Die Helios HSK gehören zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Gute Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen bedeuten heute nicht nur moderne Technik oder neue Gebäude – sie umfassen auch verlässliche Strukturen für Familien.

Die GWW wiederum erweitert mit dem Projekt ihr Wohnkonzept. Geschäftsführer Thomas Keller spricht von einem neuen Ansatz, der das Quartier funktional ergänzt und attraktiver macht.

Modell mit Perspektive

Ganz neu ist die Idee nicht. In Wiesbaden existiert bereits ein ähnliches Projekt: die betriebliche Kindertagespflege „Raiffeisenzwerge, die gemeinsam mit der R+V Versicherung entstanden ist. Das neue Betreuungsangebot an den Helios HSK überträgt dieses Modell nun auf den Gesundheitsbereich – mit besonderem Blick auf Schichtarbeit und Pflegeberufe.

Die fachliche Umsetzung übernimmt das Amt für Soziale Arbeit. Gleichzeitig führt die Stadt Gespräche mit weiteren Einrichtungen, etwa mit dem Zwerg Nase Zentrum, dem Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus und der Altenhilfe Wiesbaden. Denn eines zeigt sich schon jetzt: Wenn Arbeit flexibel wird, muss auch Betreuung neue Wege gehen.

Und manchmal reicht dafür schon eine Wohnung, vier engagierte Tagespflegepersonen – und eine Idee, die den Alltag vieler Familien ein wenig leichter macht.

Foto – Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher beim Besuch einer Kindertagesstätte. ©2026 LH Wiesbaden

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